Freiwillige Feuerwehr der Stadt Traun...

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Im Einsatz gegen Wespen, Bienen und Hornissen

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wespeJährlich erwarten die FF Traun wieder zahlreiche Einsätze zur Beseitung von Wespen, Bienen oder Hornissen. Bis zu 80 derartige Einsätze müssen teilweise in den Sommermonaten bearbeitet werden. Viele Infos und Tipps zur Selbsthilfe finden Sie auf unserer Spezialseite.

Wenn die Insekten ohne Gefahr stören (zB. im Gebüsch, am Baum,...)

Besorgen Sie sich im Super- bzw. im Drogeriemarkt ein Insektenspray zur Bekämpfung. Wir raten jedoch unbedingt, mit ausreichend Sicherheitsabstand und am besten Abends zu arbeiten, da die Tiere zu dieser Zeit nicht mehr so aggressiv bzw. schon in Nachtruhe sind. Verhalten Sie sich beim Arbeiten ruhig, schnelle Bewegungen machen Wespen erst recht angriffslustig.

Wespennester können im Winter - wenn der Schwarm bereits ausgeflogen ist - gefahrlos entfernt werden, ein einmal gebautes Nest wird kein zweites Mal genutzt.

bienenschwarm_dlkBei Gefahr im Verzug

Sollte Gefahr für Sie oder ihre Familie bestehen (zB. Allergiker, Kinder, Tiere), rufen Sie uns einfach an unter Tel. (07229) 61 122.

Geben Sie uns bitte Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer bekannt, wir werden baldmöglichst mit ihnen einen Termin vereinbaren. Ebenso geben Sie uns bitte nach Möglichkeit bekannt, wo und in welcher Höhe/an welchem Ort sich das Nest/der Schwarm befindet. Dies erleichtert uns die richtige Auswahl evt. benötigten Spezialgeräts (zB. der Drehleiter). Bitte haben Sie Verständnis, das die Termine meistens nur abends vergeben werden können.

wespen4Für einen Einsatz berechnen wir Ihnen einmalig einen geringen Pauschalpreis. Sollten die Insekten nach unserem Einsatz noch immer anwesend sein, wird Ihnen der nachfolgende Einsatz kostenlos als "Garantieleistung" erbracht.

Sollten sich zB. Bienen auf einem Ast in Ihrem Garten angesiedelt haben, werden wir mit einem Imker in Kontakt treten, der die fachmännische Übersiedlung arrangiert.

Wie die Feuerwehr arbeitet

Ist ein Übersiedeln des zB. Wespenvolkes aufgrund der Zugänglichkeit nicht möglich, müssen wir die Möglichkeit ergreifen, die Tiere zu vergiften. Hierzu ist es ausreichend, das bzw. die Einfluglöcher zu wissen. In diese wird ein Gift in Pulverform mit dem sogenannten "GPS Gaspot" der Firma Nebily eingesprüht. Das für Menschen und Haustiere ungefährliche Pulver wird durch die Tiere in das Nest eingebracht, dieses wird dann von innen her vergiftet.

Bei sichtbaren Nestern steht uns ein flüssiges, ebenso ungefährliches Wespengift von der Firma CIT-Fabrik zur Verfügung.

Wespen, Hornissen oder Bienen - der Unterschied

wespen3Ein Wespenvolk zählt etwa 1.000 Tiere. Ein Hornissenvolk kommt auf etwa 300 Tiere. Zum Vergleich: Ein Bienenvolk umfasst bis zu 50.000 Tiere. Wussten Sie etwa, dass das Gift einer Biene um ein vielfaches stärker ist als das der Wespe oder Hornisse?

Einen Bienenstich oder einen Wespenstich kann man meist recht leicht unterscheiden. Sticht eine Biene, so verbleiben der Stachel und der dazu gehörige Giftbeutel in der Einstichstelle, die Biene selber stirbt nach diesem Stich. Eine Wespe sticht kurz zu, verliert dabei nicht den Stachel und lebt weiter.

Süße Gerüche wie etwa von Essbarem oder Getränken oder aber auch Parfums, etwa nach der Dusche, locken vermehrt Wespen und Bienen an.

Oberste Grundregel - auch wenn sie sicherlich oft schwer fällt - ist das ruhige Verhalten, keinesfalls mit den Händen herumschlagen oder nach den Tieren greifen. Die Angriffslust steigt dabei erst recht, da sich die Tiere bedroht fühlen.

wespen5Rund um Wespennester sollte ein möglichst großer Sicherheitsabstand gehalten werden, 3 Meter sind die Mindestgrenze. Die Nester der in Staaten lebenden Wespen, Hornissen und Hummeln sind immer einjährig. Im Spätsommer wachsen junge Königinnen und Männchen heran, die dann die Nester verlassen. Während die Männchen nach der Paarung sterben, suchen sich die jungen Königinnen außerhalb ihres Nistbereichs geschützte Überwinterungsplätze. Die alte Königin und ihre Arbeiter sterben im Herbst. Verlassene Nester können dann - etwa im Winter - gefahrlos beseitigt werden, sie werden auch im nächsten Jahr nicht mehr bezogen. Wespen suchen grundsätzlich immer neue Nisplätze.

Ebenso Hornissen bauen große ballförmige Nester, die durchaus unübliche Abmessungen bekommen können. Wie bei den Wespen besteht das Nest aus einer Hülle aus einem hauchdünnen papierförmigen Material, in seinem Inneren befinden sich die Waben mit der Königin.

Im Gegensatz zu den Wespen und Hornissen finden sich die Bienen im Stadgebiet meist als Bienenschwärme wieder - auf Hauswänden, in Bäumen oder an den oft unmöglichsten Stellen. Oftmals sind es entflogene Bienenvölker, die noch keine Unterkunft gefunden haben.

wespennestIm Falle eines Stiches

Hier sollte man als Sofortmaßnahme schnellstmöglich den Stich kühlen. Somit werden nicht nur die Schmerzen gelindert, sondern man wirkt auch einer Schwellung entgegen. Zum Kühlen eignet sich eigentlich alles, was auch wirklich kühl ist. Eine kalte Flasche oder Dose, Eiswürfel, ein Kühlaku oder ein kalter und feuchter Lappen.

Nicht jeder kann einen Wespenstich oder Bienenstich so locker wegstecken. Viele reagieren mit allergischen Reaktionen auf einen solchen Stich. Ist das der Fall oder ist es im Allgemeinen bekannt, dass eine Person allergisch gegen solche Stiche ist, so sollte man nach einem Stich nicht zögern, sofort einen Notarzt, Hausarzt bzw. generell die Rettung hinzu zu ziehen oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

Insbesondere für Allergiker gibt es auch spezielle Notfallsets, die unter anderem Medikamente wie einen "Epipen" enthalten, der als Erstmaßnahme in Notfallsituationen wie zB. extremer Atemnot Leben retten kann. Konsultieren Sie dazu bitte Ihren Hausarzt, er wird sie gerne darüber informieren.

Noch ein Wort zum Tierschutz

Wespen, insbesondere aber Hummeln und Hornissen werden aller Möglichkeit nach eingefangen und danach im Trauner Augebiet wieder frei gelassen. Bienenschwärme werden zusammen mit einem Imker eingefangen, dieser ist dafür speziell ausgerüstet.

 

Unser Informationsfilm

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