Raupen auf Bäumen brauchen keinen Feuerwehreinsatz

Da uns in den letzten Tagen schon vermehrt Anfragen ereilen, hier ein lesenswerter Beitrag des Linzer Biologiezentrums zur Frage der durch Raupen eingesponnenen Bäume und Sträucher. Aus unserer Sicht und der Expertenmeinung ist es keinesfalls ein Fall für die Feuerwehr!

Derzeit begegnen uns vielerorts Bäume und Sträucher, welche sich dicht von Raupenfäden eingesponnen zeigen. Meistens sind es Traubenkirschen ((Prunus padus) oder der Gewöhnliche Spindelstrauch (=Pfaffenkapperl) (Euonymus europaeus), die uns diese Tatsache vor Augen führen. Verursacher dieser Gegebenheit sind gesellig in großer Anzahl lebende Raupen von Gespinstmotten (Yponomeutidae), die ganze Bäume entlauben und in Fäden einhüllen und sich dadurch vor ihren Fressfeinden wie Vögel schützen. Nach der Verpuppung in einem Sammelgespinst, schlüpfen zwei bis drei Wochen später die schneeweißen 2-3 cm großen schwarzbepunkteten Schmetterlinge.

Sorgen um die Sträucher sind übrigens nicht angebracht, nach den Raupenaktivitäten treiben diese neu aus und im Gegensatz zu Eichenprozessionsspinnern besteht auch keinerlei gesundheitliches Risiko für den Menschen, es fehlen Brennhaare wie dort vorhanden. Einer Beobachtung aus der Nähe steht also nichts mehr im Wege.

Textquelle: Biologiezentrum Linz