Die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Traun hat so viele Jugendliche wie schon lange nicht - aktuell 24 Burschen und Mädels, um es genau zu nehmen. Aber sie sucht dennoch laufend Nachwuchs!

Foto: Florian KollmannFoto: Florian KollmannErst dieses Wochenende haben die Feuerwehr-Kids bei einer Prüfung eindrucksvoll gezeigt, was sie drauf haben. Wie man im Brandfall einen kühlen Kopf bewahrt, wie Erste Hilfe geleistet wird oder welche Notrufnummern wann zu wählen sind. Das freut besonders Jugendbetreuer Manuel Gayer, er meint dazu „es freut mich absolut, wenn die Jugendlichen in modernen Technikzeiten wie diesen nicht nur Zuhause vor dem Handy und Computer herumsitzen, sondern bei uns etwas für’s Leben lernen.“ Für ihn ist es eine Freude, hat er zur Zeit immerhin mit seinem Betreuerteam die wertvolle Verantwortung über 22 Burschen und 2 Mädels, das Miteinander wirkt hier jedoch beinahe schon familiär – eine coole Truppe einfach.

Sie treffen sich jede Woche im eigenen Jugendfeuerwehrhaus, um dort neben Feuerwehrwissen und beispielsweise Erster Hilfe auch etwas für‘s Leben zu lernen. Nämlich vor allem Kameradschaft, also füreinander einstehen und sich gegenseitig zu helfen und Schwächere zu unterstützen. Eine Fähigkeit, die uns heutzutage mehr denn je im sozialen Umfeld ausmacht.

Eltern von Kindern im Alter von 10 bis 16 Jahren lädt Manuel Gayer ein, sich jetzt über die Feuerwehr-Jugendarbeit zu informieren. „Wir freuen uns über jede und jeden Jugendlichen, unser Team freut sich über jeden Zuwachs“. Natürlich können die Eltern bei Interesse auch gerne ebenso bei der Freiwilligen Feuerwehr mitarbeiten, dort werden stets die ‚Helden ohne Umhang‘ gesucht. „Etliche Eltern haben sich auch schon zu einer Mitarbeit bei der Trauner Freiwilligen Feuerwehr entschieden, es ist doch eine perfekte Synergie, wenn sich zwei oder drei Generationen in der Feuerwehr engagieren“, schmunzelt Gayer.

Foto: Florian KollmannFoto: Florian KollmannIn den letzten Jahrzehnten hat sich die Jugendarbeit bei den Feuerwehren kontinuierlich verändert und weiterentwickelt. Sind die Jugendlichen vor 20 oder 30 Jahren noch alleine aus Begeisterung für das Feuerwehrwesen zur Feuerwehr gegangen, müssen wir sie heute etwas aus der Reserve locken. Technik, Handy und Computer lassen unsere Kinder leider immer mehr zu den bekannten „Stubenhockern“ werden. War es früher meist so, dass mehrere Kinder zusammen als Freundschaftsclique zur Jugendfeuerwehr kamen, ist es heute manchmal umgekehrt. Die Kinder kommen einzeln zur Jugendfeuerwehr und entwickeln dort tolle Freundschaften, aus denen sie dann in einem Team in den aktiven Feuerwehrdienst überwechseln. Sie sind in jungen Jahren schon Teil unserer immer wieder genannten „Feuerwehrfamilie“ in Traun und genau auf dieses Miteinander sind wir stolz.

Aber auch der Umstand, dass immer mehr Mädchen die Feuerwehrwelt für sich entdecken – in Traun sind es immerhin schon 14 begeisterte Mädchen und Damen – trägt sehr positiv zum Ganzen bei. Das verstaubte Bild der „Männerdomäne Feuerwehr“ hat sich auch in Traun schon sehr gewandelt. Die Kinder kennen sich aus der Schule und vor allem durch Mundpropaganda finden sich immer wieder neue Jungfeuerwehrmitglieder. Einen wesentlichen Grundstock für diese schöne heutige Entwicklung trugen vor allem jene Jugendbetreuer bei, die seit rund 30 Jahren die Jungfeuerwehrmitglieder ausbilden und seither diesen schönen Lebensabschnitt für die Gesellschaft aufrecht erhalten.

Infos finden sich unter www.feuerwehr-traun.at oder direkt bei Manuel Gayer unter der Jugend-Hotline 07229/61 122-62.

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