Großübung in Schule - Kohlenmonoxid CO Austritt

Annahme einer kürzlichen Großübung in der Neuen Mittelschule in Traun St. Martin: Durch einen defekten Brennofen in einer Werkstatt kommt es zu einem Schwelbrand, wodurch eine gefährliche Menge von Kohlenstoffmonoxid (CO) die angrenzenden Klassenräume flutet. 22 Schüler bzw. eine Lehrkraft klagen plötzlich über Anzeichen wie Kopfschmerzen oder Benommenheit. Der zu Kopfweh und Übelkeit an einem Schüler gerufenen ersteintreffenden Rettungsbesatzung wird die dramatische CO-Gefahr sofort bewusst, als deren Warngerät Alarm schlägt. Sie fordert sofort Verstärkung an und erhält von der Direktorin Infos über noch unzählige Abgängige.

Ein Großaufgebot der Trauner Einsatzkräfte rückt schließlich an, um einerseits sofort alle Schüler und einen Lehrer aus dem Gebäude zu evakuieren bzw. teils verletzt zu retten und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die gehfähigen unverletzten Kinder werden dabei gesammelt und abgezählt aus dem Gebäude begleitet, die Verletzten mittels Fluchtfiltermasken von den Atemschutztrupps über das Stiegenhaus und die Drehleiter gerettet. Betreut wurden sämtliche Kinder an einem eingerichteten Sammel- und Versorgungsplatz, wo auch im Ernstfall sämtliche Beteiligten registriert und einer entsprechenden Versorgung zugeführt werden. Der Brand selbst war rasch unter Kontrolle, zumal der Brandrauch auch im noch geschlossenen Raum gehalten wurde und somit keine unmittelbare Gefahr darstellte.

Zur besonderen Herausforderung dieser Übung: Die Gefahr von Kohlenstoffmonoxid (CO) ist sehr groß, jährlich sterben unzählige Menschen aufgrund einer CO-Vergiftung! Tritt CO im geschlossenen Raum zB. aus einem schadhaften Gerät wie etwa einem defekten Ofen oder einer Gastherme zuhause im Bad aus, ist dieses farb-, geruch- und geschmacklos und verteilt sich rasch auch in umliegende Räume, auch in anderen Stockwerken. Daher kann man die lebensbedrohliche Gefahr auch nicht gleich erkennen. Kopfschmerzen, Schwindel oder Schläfrigkeit sind etwa erste Anzeichen einer Vergiftung, dann ist allerdings höchste Eisenbahn geboten, jede Sekunde zählt.

Eine Frischluftzufuhr durch das Öffnen von Fenstern und die rettungsdienstliche Versorgung - jedoch möglichst ohne Eigengefährdung - haben dann oberste Priorität! Die Trauner können auf die Schlagkraft ihrer Blaulichter besonders stolz sein - wie ein Schweizer Uhrwerk hat hier die Rettungskette ineinander gegriffen. Binnen weniger Minuten waren alle Kinder aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit gebracht und vom Roten Kreuz versorgt! Recherchen zeigen, dass derartige Zwischenfälle anderswo durchaus schon passiert sind. Unabdingbar ist daher die regelmäßige Prüfung bzw. Wartung solcher Anlagen durch eine Fachfirma und die Installation derartiger Warnmelder!

Danke der NMS St. Martin für die Möglichkeit zur Übung im Schulgebäude! Im Übungseinsatz standen die FF Traun, die Betriebsfeuerwehr Dr. Franz Feurstein und das Rote Kreuz Traun mit insgesamt rund 60 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen. Die Verletzten wurden von den Jugendgruppen der FF Traun und FF Hörsching dargestellt - auch hierfür danke! Schuldirektorin Heide Dachs-Wiesinger war bei der Übung hautnah dabei und zeigte sich beeindruckt über den Notfallablauf an ihrer Schule.

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Foto: Florian KollmannFoto: Florian Kollmann Foto: Florian KollmannFoto: Florian Kollmann Foto: Florian KollmannFoto: Florian Kollmann Foto: Florian KollmannFoto: Florian Kollmann