Trauner Feuerwehr trotzt dem Coronavirus - auch unsere Zivildiener helfen Trauner Bevölkerung

Für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Traun ist es unumgänglich, als Feuerwehr in der herausfordernden Situation der Coronakrise die volle Einsatzstärke zu erhalten – es wäre wohl undenkbar, würde wegen einer positiven CoViD19-Erkrankung plötzlich ein großer Personenkreis in Quarantäne gestellt, die Einsatzbereitschaft wäre schlagartig nicht mehr sichergestellt. Daher sind unmittelbar nach dem bundesweiten Shutdown auch bei uns etliche Notfallpläne in Kraft getreten.

Sämtliche Veranstaltungen sowie der Ausbildungsbetrieb wurden ab etwa Mitte März stillgelegt, persönliche Kontakte gänzlich eingestellt, die Feuerwehrzentrale war in den ersten beiden Wochen unbesetzt und nur telefonisch bzw. per Notruf erreichbar. Vor allem für das Feuerwehrkommando eine enorme Herausforderung, teils binnen weniger Stunden so einschneidende Maßnahmen zu erarbeiten und auch umzusetzen.

Die komplette Mannschaft wurde seither in zwei Dienstgruppen eingeteilt, welche sodann im 24-Stunden-Rad anfallende Einsätze unabhängig voneinander abwickeln. Glücklicherweise war das Einsatzaufkommen in Traun wohl durch die vielen Schließungen sehr gering, wodurch hier sehr ressourcenschonend agiert werden konnte. Täglich ist die Bezirkswarnstelle in unserem Einsatzzentrum als „Schaltzentrale“ für den Bezirks-Krisenstab besetzt als auch in der Stabsarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land mittels Telefon- und Videokonferenzen unterstützt.

Per Mitte Mai wurde analog zu den Vorgaben der Bundesregierung der Dienstbetrieb wieder langsam hochgefahren. Die Gruppeneinteilung bleibt zwar aufrecht, jedoch können ab nun wieder in Übungen bzw. Schulungen in Kleingruppen unter Beachtung aller bekannten Maßnahmen stattfinden. 

Für das Rote Kreuz wurde mit unseren Spezialgeräten die Reinigung und Hygiene von spezieller Schutzausrüstung übernommen, unsere beiden Zivildiener Thomas und Sandro stehen außerdem beim Trauner Stadtmarketing im Einsatz, wo sie den ins Leben gerufenen Einkaufsservice für Lebensmittel und den Zustelldienst für dringend benötigte Medikamente aus den Trauner Apotheken für Menschen in besonders gefährdeten Risikogruppen unterstützen. Eine wohl einmalige als auch unvergessliche Aufgabenerweiterung in ihrer bisherigen Zivildienst-Laufbahn.

Seit Ende März wird nun auch von unseren Mitarbeitern - speziell im Bereich des Liefer- und Einkaufsservices und der Dekontamination - entsprechende erweiterte Schutzausrüstung getragen. Nach jedem Einsatz werden die verwendeten Gerätschaften und Fahrzeuge - zusätzlich zur ohnehin schon laufenden Reinigung - gereinigt und desinifiziert. Die Kommunikation zwischen dem Feuerwehrkommando und auch der Mannschaft erfolgt via Whatsapp, Telefon, Intranet und Videokonferenzen, laufende Kommunikation ist speziell in dieser Zeit sehr wichtig und soll für alle erreichbar sein und auch keinerlei Mitglieder (zB. ohne Whatsapp) ausschließen. 

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Stand: 05.05.2020

Foto: Florian KollmannFoto: Florian Kollmann

Foto: Oskar Reitberger jun.Foto: Oskar Reitberger jun.

 Foto: Oskar Reitberger jun.Foto: Oskar Reitberger jun. Foto: Oskar Reitberger jun.Foto: Oskar Reitberger jun. 

Foto: Oskar Reitberger jun.Foto: Oskar Reitberger jun.