Sicherheitstipp über Brandgefahren durch Akkus im Gartenbereich

Gartenbesitzer aufgepasst – welche Gefahren lagern in Ihrem Garten?

Symbolfoto: Florian KollmannSymbolfoto: Florian KollmannDie Anzahl der akkubetriebenen Gerätschaften in unserem Umfeld nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu - sei es in der eigenen Wohnung, im Garten, mit IT-Geräten oder mittlerweile eben auch schon stark im Mobilitätsbereich mit Autos, Scootern und Fahrrädern.

Ein sicherlich oft unbewusst vernachlässigter Gefahrenbereich sind speziell auch Garten- und Gerätehütten. Historisch gesehen stellten Schaufeln, Krampen, Axt, Hacken etc. keine Gefahr dar, leider hat sich das im Wandel der Zeit stark geändert.

Sehr oft kommt es vor, dass in Gartenhäusern bzw. Hütten (also sowohl im bewohnten Gartenhaus als auch der Gerätehütte) diverse „gefährliche“ Gerätschaften geladen werden. Angefangen vom Akku-Rasenmäher, hin zum Rasentrimmer und der elektrischen Gartenschere, ja sogar Gartenspritzen werden heutzutage mit ganzen Akkusystemen betrieben, der Fachhandel lässt hier keine Wünsche mehr offen.

Was wir als Feuerwehr jedoch daran immer kritischer sehen müssen, sind die Vermischungen der gelagerten Objekte – also etwa das gemeinsame Lagern von akkubetriebenen Geräten mit Gasflaschen, Grillkohle, Grillanzündern, vielen Spraydosen, Benzinkanistern für Rasenmäher, usw… Diese stellen natürlich grundsätzlich kein Problem dar und finden sich seit jeher in jedem Garten, sind aber nur dann ungefährlich, wenn keine Zündquelle vorhanden ist. Vielfach wird jedoch schon auf die generell massiven Brandgefahren durch Akkus hingewiesen, hier ergibt sich dann eine, im wahrsten Sinn des Wortes, brandgefährliche Kombination.

Unser Trauner Brandschutzexperte und Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Sascha Hannesschläger dazu „In vielen Betriebs- und Bedienungsanleitungen ist das unbeaufsichtigte Laden der Akkus eigentlich gar nicht erlaubt, was natürlich in der Praxis nur selten gemacht wird. Aber kommt es in einer Gartenhütte zu einem Defekt und in weiterer Folge zu einem Brand eines Akkus, neben dem sich ein Benzinkanister, Spraydosen und Gasflaschen befinden, können Sie sich die Gefahr (auch in Folge für uns Einsatzkräfte!) selbst vorstellen.“

Hannesschläger ist wöchentlich gemeinsam mit weiteren Experten des Stadtamtes unterwegs und bringt vor Ort bei Brandschutzbegehungen, feuerpolizeilichen Überprüfungen, Bauverhandlungen uvm. die Sicht der Feuerwehr ein. Er hat daher schon vielfach haarsträubende Brandgefahren und Bausünden erlebt, die uns Kopfzerbrechen bereiten. Und eben auch die durch Akkus verursachten Brände nehmen laufend zu, weshalb wir an die Traunerinnen und Trauner appellieren, Akkus möglichst niemals unbeaufsichtigt zu laden (auch nicht über Nacht). Dies gilt für Gärten genauso wie für Wohnung oder den Keller. Rauchmelder wären hier übrigens eine wichtige und lebensrettende Ergänzung.