Kaum sind die vielen Seen und Teiche zugefroren, ziehen sie viele Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche an. Einmal mehr zeigt sich die Gefährlichkeit des Eises, da die Eisdecke vielfach an mehreren Stellen unterschiedlich dünn ausfällt und leicht aufbricht. Würden hier etwa ein Spaziergänger oder spielende Kinder einen Gang auf's Eis wagen, könnte dies sehr rasch in einem dramatischen Überlebenskampf enden. Darauf sind wir vorbereitet!

© Florian Kollmann© Florian KollmannDer Trauner Feuerwehr steht für derartige Personenrettungen ein spezieller „Eisretter" zur Verfügung, der in den Wintermonaten zu jeder Zeit einsatzbereit ist. Dieses einer Luftmatratze ähnliche Rettungsgerät wird in Sekundenschnelle mittels Druckluft aufgeblasen. Ein eingespieltes Team nähert sich damit an Leinen gesichert dem Eingebrochenen und zieht beide wieder an Land in die Sicherheit, wo der Rettungsdienst die weiteren Maßnahmen übernimmt. Auch die Trauner Feuerwehrtaucher sind natürlich für diese eisigen Bedingungen gerüstet! Sie steigen bestens ausgebildet mit speziellen Tauchanzügen ins eiskalte Nass und können dabei auch unter Wasser entsprechend arbeiten.

Bei der Alarmierung „Eisrettung" wird sofort anstelle der herkömmlichen Feuerwehr-Schutzbekleidung von einem Mann ein Trockentauchanzug (welcher grundsätzlich nicht erforderlich wäre, aber als zusätzliche Sicherheit getragen wird) angezogen. Ebenso wird unser Schlauchboot mit dem ersten ausrückenden Fahrzeugen mitgeführt. In den Wintermonaten steht all diese Ausrüstung zu jeder Zeit einsatzbereit in unserer Fahrzeughalle und bedarf daher keiner weiteren wertvollen Zeit zur Vorbereitung.

Der BFA-Eisretter ERS 1 wurde entwickelt, um ins Eis eingebrochene Personen gefahrlos aus dem Wasser retten zu können. Er ist mit einer Schürze mit Bleieinlage ausgestattet, die es zulässt, das die zu rettende Person gefahrlos über die Eiskante gezogen werden kann. Das 3-Kammer-Schlauchsystem bietet auch im Falle einer Beschädigung des Eisretters noch genügend Sicherheit. Die hochgezogenen gabelförmigen Ausleger dienen der besseren Fortbewegung auf dem Eis und sorgen gleichzeitig für eine optimale Positionierung und Abstützung an der Einbruchstelle. Mit dem Besatz für eine Endlosschlaufe kann der Eisretter zusätzlich fixiert werden. Das Befüllen geht durch Pressluftflasche mit Handradventil oder Doppelhubpumpe. Durch die umlaufenden Halteleinen kann der Eisretter leicht transportiert werden und bietet zusätzliche Griffmöglichkeiten. Am Boden sind Verstärkungsstreifen und Profile eingearbeitet, welche die Luftkammern schützen und das Gleiten über das Eis leichter machen.

Ein wichtiger Vorteil dieses Eisretters ist auf jeden Fall die Gewähr der eigenen Sicherheit. Der Feuerwehrmann ist im Einsatzfall mit einem Trockentauchanzug ausgerüstet, welcher die Gefahr der Unterkühlung bei einem eventuellen eigenen Einbrechen ins Eis minimiert. Der Eisretter ist weiters über ein Sicherungsseil und einen Sicherungsmann gesichert.

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