Das Sprengwesen bei der Feuerwehr in Oberösterreich ist wie viele andere Sonderdienste (zB. der Tauchdienst) in spezialisierte Stützpunkte aufgeteilt. Der Sprengstützpunkt für den Bezirk Linz-Land ist bei der Feuerwehr Leonding unter der Leitung von HAW Manfred Mayr stationiert. Auch in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Traun sind mehrere Mitglieder zu Sprengbefugten ausgebildet.

 

Die Notwendigkeit des Sprengwesens wurde Anfang der 1970er Jahre in Wien erkannt. Bei einem Kühlhausbrand waren mehrere Feuerwehrmänner bei der Brandbekämpfung in einem öffnungslosen Raum eingeschlossen. Die einzige Möglichkeit die Eingeschlossenen zu befreien, bestand darin, eine Bergeöffnung in die Betonaußenmauer zu sprengen. Dies wurde damals durch das Bundesheer erfolgreich durchgeführt.

Mittlerweile erstrecken sich die Aufgaben des Sprengdienstes bei der Feuerwehr unter anderem auf folgende Aufgaben: Rettungs- und Bergesprengen (rasche Schaffung von Öffnungen zum Befreien von eingeschlossenen oder verschütteten Personen), Sprengen von Eisstößen oder Verklausungen bei Hochwässern, um weitreichende Überschwemmungen zu verhindern, oder auch das Sprengen von Felsen bei Felssturzgefahr uvm.

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