Einsatz 26. Mai - Alarmstufe 3 Großbrand in Pasching hält uns in Atem

Dramatischer Großbrand gegen 01:00 Uhr früh des 26. Mai 2021 in unserer Nachbargemeinde Pasching! Nicht weniger als elf Feuerwehren bekämpften den Brand in einem Gewerbegebiet, auch wir haben natürlich wieder Nachbarschaftshilfe geleistet. Das gemeinsame Profi-Teamwork zog sich bis etwa 10:00 Uhr Vormittags. Lesen sie hier, welchen Gefahren unsere Mannschaft kurzzeitig ausgesetzt war und wo die großen Herausforderungen lagen.  

Alarmierung zu einer brennenden Lagerhalle
Zu einem "Brand Gewerbe Industrie - Lagerhalle brennt" wurde die Feuerwehr Traun gemeinsam mit der örtlich zuständigen Feuerwehr Pasching und der Feuerwehr Hart in der Alarmstufe 1 am 26. Mai 2021 um 00:42 Uhr alarmiert. Schon während der Anfahrt, der Feuerschein und der Rauchpilz waren mehrere Kilometer weit zu sehen, wurde die Alarmstufe 2 nachalarmiert. Nahezu zeitgleich trafen das Kommando 2 Traun, das ULF Pasching und das RLF Hart an der Einsatzstelle ein. Nur zwei Minuten später traf der zweite Löschzug bestehend aus Tank 1, Pumpe 1 und der Drehleiter der Feuerwehr Traun am Einsatzort ein.

Zu diesem Zeitpunkt stand der vordere Teil der Halle in Vollbrand. Die Drehleiter wurde in der Poststraße positioniert, mit dem Auftrag zur Brandbekämpfung und dem Schützen der restlichen Halle über das Wenderohr. Das GTLF hatte den Auftrag, die Wasserversorgung für das ULF Pasching sicherzustellen. Das LF-A stellte einen Atemschutztrupp und führte einen Außenangriff durch.

Dramatische Wendung
Während der Aufbauarbeiten für das Wenderohr zündete plötzlich der Rest der Halle explosionsartig mit einer gewaltigen Stichflamme durch. Die Kameraden, welche mit dem Aufbau beschäftigt waren, wurden durch die heftige Druckwelle zu Boden geschleudert. Ein Kamerad erlitt Verbrennungen zweiten Grades auf der Hand und im Gesicht, welche zu einem großen Teil durch die FFP2 Maske, welche durch die Stichflamme Feuer gefangen hatte, verursacht wurde. Der verletzte Kamerad wurde sofort vom anwesenden Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht, wo er ambulant behandelt wurde.

Der Trauner Feuerwehrkommandant Oskar Reitberger jun. schildert die dramatischen Minuten: „Durch die heftige Druckwelle fiel kurzzeitig die Korbsteuerung der Drehleiter aus, diese konnte nur mehr ausschließlich vom Hauptbedienstand, welcher einer enormen Hitzestrahlung ausgesetzt war, bedient werden. Nun musste es schnell gehen: es wurde ein sogenannter Düsenschlauch zwischen der brennenden Halle und der Drehleiter zum Schutz aufgebaut, um weitere Schäden am Fahrzeug zu verhindern. Dieser erzeugte unmittelbar einen vor allem spürbaren Temperaturrückgang für die arbeitende Mannschaft. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits sämtliche Kunststoffteile wie Blinkergläser, Blaulichtabdeckung, ja sogar im Geräteraum die Schlauchtrennfächer, des Einsatzfahrzeuges geschmolzen.“

Zeitgleich herrschte akute Wasserknappheit und es wurden durch zwei Mann des LF-A jeweils eine Zubringleitung eines in 150m Entfernung stehenden Hydranten innerhalb weniger Minuten mit Hilfe der am GTLF mitgeführten Aufprotz-Schlauchhaspeln hergestellt. Der Einsatzleiter entschied aufgrund der Weitläufigkeit und der teilweise enormen Rauchentwicklung, den Einsatz in 3 Abschnitte zu teilen.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden die Löscharbeiten durch die Trauner Drehleiter noch bis etwa 10:00 Uhr Vormittags unterstützt, die restlichen Trauner Einsatzkräfte konnten nach etwas mehr als vier Einsatzstunden abrücken. Im Einsatz war auch wieder unsere mobile Tankstelle, die vor Ort gebracht wurde.

Daten zum Einsatz
 

Foto: Florian KollmannFoto: Florian Kollmann