Einsatzberichte zum Nachlesen aus den Medien der 80er und 90er

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung aus den Medienarchiven der Tageszeitungen, mit interessanten Medienberichten aus den 1980er- und 1990er-Jahren. 


10. November 1987: Gefährlicher Stoffe Einsatz
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Nicht ungefährlich war Montag Abend ein Einsatz der Feuerwehren Traun und Wels auf einem Autobahnparkplatz im Gemeindegebiet von Pucking. Der Lenker eines Lastwagenzuges hatte sich dorthin geflüchtet, nachdem er bemerkt hatte, daß von seinem Anhänger weiße Rauchschwaden aufstiegen. Da er wusste, daß er mit Salz-, Natron- und Bleichlauge eine hochgiftige Ladung transportierte, ging der Lenker kein Risiko ein. Auf dem Parkplatz stellte sich auch heraus, daß der Deckel eines mit 900 Litern Salzsäure gefüllten Behälters undicht geworden war. Eine fast zur selben Zeit auftauchende Gendarmeriepatrouille des Autobahnpostens Haid alarmierte sofort die zuständigen Behörden. Wenig später pumpten die Feuerwehren Traun und Wels, die über einen Spezialwagen für Gifteinsätze verfügen, das lecke Faß leer und verstauten die brisante Ladung in mehreren kleinen Kunststoffbehältern. Nach fünfstündiger Unterbrechung konnte der Lastwagenzug die Fahrt nach Wien wieder fortsetzen.


18. Oktober 1989: Brandanschlag Bundesschulzentrum Traun
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Hochbetrieb herrschte gegen sechs Uhr früh im sonst um diese Zeit noch sehr ruhigen Bundesschulzentrum Traun. Feuerwehr und Gendarmerie kamen mit Blaulicht angerast, nach und nach fanden sich auch Schüler staunend zum "Trümmer schaun" ein: Unbekannte Täter hatten auf die Schule einen Brandanschlag verübt. Der Schulwart bemerkte das Feuer und schlug Alarm. Die Flammen richteten in einem Klassenzimmer rund 250.000 Schilling Schaden an. Verletzt wurde niemand.

Die Gendarmerie schließt nicht aus, daß eine Feuerwehrübung im Bundesschulzentrum am vergangenen Samstag einen Schüler dazu inspirierte, Ernstfall zu "spielen". Noch fehlt vom Brandstifter aber jede Spur. Normalerweise macht Schulwart Johann O. erst gegen sechs Uhr früh seine erste Tour durchs Haus. Gestern war er schon kurz nach fünf Uhr früh auf den Beinen und höchst beunruhigt, als ihm plötzlich Brandgeruch in die Nase stieg. Weil sich im Juni wegen eines durchgeschmorten Keilriemens in der Entlüftungsanlage Rauch in der Schule ausgebreitet hatte, schaute Obermüller zuerst dort nach. Als er nichts Auffälliges bemerkte, setzte er seinen Streifzug auf der Suche nach der Ursache fort. Nach rund einer halben Stunde stand er im Erdgeschoß vor einer total verqualmten Garderobe und entdeckte das Feuer im Klassenzimmer der 1. D des Realgymnasiums.

Der oder die Brandstifter waren durch ein Schiebefenster in den Raum eingestiegen und zündeten einen Bücherschrank an. Von dem Kasten blieben nur noch verrußte Trümmer übrig. Durch die enorme Hitze zersprangen einige Fenster, die Deckenleuchten aus Plastik schmolzen, die Leuchtstoffröhren zerbarsten zum Teil. Das Feuer hatte sich zum Glück nicht weiter ausgebreitet, da die Tür des Klassenzimmers verschlossen war.


06. November 1989: VKU mit Kleinbus
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Auf der Heimfahrt von einem verlorenen Fußballmatch in Pucking verunglückte Samstag nachmittag in Traun ein Kleinbus mit einer Hörschinger Schülermannschaft kurz vor der Ankunft im Heimatort: Neun Spieler im Alter zwischen 10 und 14 Jahren und vier Erwachsene erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Unfallopfer wurden mit zwei Hubschraubern und zwei Rettungsautos ins Allgemeine Krankenhaus und ins Unfallspital gebracht.

Der 40jährige Buslenker Karl T. aus Linz übersah gegen 16 Uhr beim Einbiegen von der Neubauerstraße den auf der Bundesstraße Richtung Traun fahrenden Pkw des 19jährigen Kfz-Mechanikers Roland S. (19) aus Hörsching. Das Auto rammte den Bus seitlich und wurde total beschädigt. Der Bus überschlug sich und blieb auf dem Radweg am Dach liegen.
Das Gros der geschockten Schüler kroch durch die Heckklappe ins Freie. Eltern, die in der Nähe mit ihren Autos warteten, um ihre Sprößlinge abzuholen, sahen zwar Rettung und Feuerwehr vorbeibrausen, ahnten aber zunächst nicht, daß ihre Kinder Unfallopfer geworden waren.

Der 13jährige Markus M. aus Hörsching wurde mit einem offenen Beinbruch und Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung mit dem Polizeihubschrauber ins Unfallkrankenhaus geflogen. Die Besatzung des Rettungshubschraubers Martin 2 nahm sich des schwer verletzten Buslenkers an, der ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Die anderen Kinder, der Autofahrer und seine beiden Mitfahrer erlitten erhebliche Verletzungen und wurden ins AKH gebracht. Die Bundesstraße war eine halbe Stunde lang erschwert passierbar. Kurzzeitig bildete sich auch ein Stau, weil einige neugierige Autofahrer im Schritttempo vorbeifuhren, um zu sehen, was geschehen war.


26. Februar 1990: Sturmkatastrophe
Text: FF Traun

Allein 320 technische Einsätze leistete die Freiwillige Feuerwehr Traun zur Beseitigung von Sturmschäden im Stadtgebiet Traun in der Zeit vom 26. Februar bis 27. März 1990.

Es begann ...
Begonnen hatte die Einsatzserie der FF Traun am Montag den, 26.Februar 1990 um 20:29 Uhr mit der Alarmierung des Landesfeuerwehrkommandos, als ein Brand bei der Firma ÖSKO an der Bundesstrasse 1 gemeldet wurde. Die Besatzung des ersten Fahrzeuges (TLFA 3650-350) stellte fest, das ein Baum unmittelbar am Trafogebäude auf der Stromleitung lag, Leitungsseile gerissen waren und über die Strasse lagen; immer nach der automatischen Stromzuschaltung begann der Baum zu brennen, und nach dem Kurzschluss blies der Wind das Feuer wieder aus. Das durch eine Umzäunung geschützte Firmengelände konnte nicht betreten werden. Das TLF blieb bis zum endgültigen Ausschalten der Stromversorgung durch das Elektrounternehmen in Bereitschaft. Inzwischen wurde festgestellt, dass mehrere Bäume über der Bundesstrasse lagen, und daher wurde das Sperren der um diese Zeit noch relativ stark befahrenen Strasse veranlasst.

Feuerwehrmänner im Nachtdienst
In dieser Nacht waren 33 Trauner Feuerwehrmänner mit fünf Fahrzeugen und ein Fahrzeug der FF Hörsching bis 02:30 Uhr im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um die dringendsten Sturmschäden zu beseitigen, wie Dächer notdürftig einzudecken, Bäume, Dachteile und verschiedenes andere mehr von den Strassen zu entfernen. Am 27. und 28. Februar 1990 wurden von der früh morgens bis spät abends weitere Sturmschäden aufgearbeitet. Nebenbei mussten noch vier Brandeinsätze - teilweise als Folgen der Sturmfolgen - geleistet werden. Am 01. März wurde die FF Traun um 04:56 alarmiert, um bei einem Haus, dessen Dach abgedeckt war, Hilfe zu leisten.

Strassen unpassierbar
Um diese Zeit war es noch möglich, die Strassen zu benützten. Als ca. drei Minuten später das erste Einsatzfahrzeug ausrückte, musste schon nach 100 Metern die Fahrt gestoppt werden, da die Strasse durch einen umgefallenen Baum unpassierbar war.

Rückblick:
(Eine Bemerkung am Rande: Wäre die Alarmierung um wenige Minuten später erfolgt, hätten nur mehr sehr wenige Feuerwehrkameraden die Feuerwehrzentrale erreichen können.)
Über Funk wurde nun sofort Verstärkung angefordert, da nicht abzusehen war, wie viele Bäume über der Strasse lagen. Während ihrer Arbeit konnten Feuerwehrmänner immer wieder beobachten, wie in ihrer unmittelbaren Nähe Bäume umgerrissen wurden. Einmal drohte das LFB von einer Orkanböe umgeblasen zu werden - kurzzeitig fuhr das Fahrzeug auf 2 Rädern. Da auch die Autobahn (A1) durch umgestürzte Bäume blockiert war, kam von der Gendarmerie die Anordnung, alle Durchzugsstrassen durch Traun für den Frühverkehr sofort freizumachen. Bei dieser Arbeit griffen auch die diensthabenden Beamten Gendarmeriebeamten kräftig zu.

Ungefähr 270 Hilferufe der Bevölkerung, davon ca. vier Fünftel in den frühen Vormittagsstunden, langten telefonisch in der Feuerwehrzentrale ein. Bei vielen hier nicht gezählten Hilferufen wurden - speziell bei Dachabdeckungen - die Geschädigten an Fachfirmen verwiesen. Da der Funkkanal auf der Bezirksfrequenz total überlastet war, wurden auch vom Landesfeuerwehrkommando Alarmierungen der FF Traun über Telefon durchgeführt. Weiters wurden auch mehrere Alarmierungsaufträge für andere Feuerwehren an die FF Traun weitergeleitet.

Einige Feuerwehren versuchten, auf den dritten Kanal auszuweichen, doch da Verständigungsschwierigkeiten mit anderen Feuerwehren auftraten, wurde von dieser Massnahme abgesehen, sodass sämtliche eingesetzte Feuerwehren - und das waren fast alle im Bezirk Linz Land - ihren Funkverkehr auf der Bezirksfrequen abwickelten. (Wo die Funkdisziplin bei solchen Einsätzen bleibt, kann sich jeder vorstellen). Aus dieser Gegebenheit heraus entschlossen sich die Funker in der Einsatzzentrale der FF Traun, ihre Fahrzeuge nach Beendigung der laufenden Einsätze in die Feuerwehrzentrale zu beordern und die Einsatzbefehle direkt schriftlich an die jeweilligen Fahrzeugkommandanten zu übergeben. So wurden praktisch keine Funkgespräche mehr innerhalb der FF Traun abgesetzt. Im Laufe des Vormittags. als ein Ende der Alarmierungen nicht absehbar war, wurde das Landesfeuerwehrkommando ersucht, ein Fahrzeug und Motorsägen zur Verfügung zu stellen. Dankenswerterweise wurde sofort zugesagt, einen Mann mit einem KRF und fünf Motorsägen zur Einsatzleitung beizustellen.

Einsatzbilanz:
Am 1. März wurden von der FF Traun 135 Einsätze gefahren. Das letzte Fahrzeuge rückte um 21:00 Uhr ein, und um 22:00 Uhr waren die Geräte und Motorsägen wieder einsatzbereit. Auch die Bediensteten des städtischen Bauhofs leisteten in den Anlagen der Stadt Traun ganze Arbeit. Nach der Dienstzeit wurde trotz winterlichem Bereitschaftsdienst der LKW des Bauhofs mit Kran und Arbeitskorb zur Unterstützung der Feuerwehr eingesetzt.

Feuerwehren kamen zur Hilfe:
Vom Bezirkskommandanten wurden fünf Feuerwehren ersucht, am 2. März der FF Traun zu hilfe zu kommen. Beim anschliessenden gemeinsamen Abendessen wurde vereinbart, nächsten Tag, sobald es hell wurde, mit den Einsätzen weiterzumachen. Am 2. März langten nur wenige Hilferufe in der Feuerwehrzentrale der FF Traun ein, doch wurden die Einsatzkräfte direkt an den Einsatzstellen von den Nachbarn um Hilfe gebeten. Auch an diesem Tag wurde anch dem System, welches sich am Vortag bestens bewährt hatte - die Einsatzbefehle direkt an den Fahrzeugkommandanten zu übergeben - vorgegangen.

Die sechs auswärtigen Feuerwehren - die FF Axberg, Breitbrunn, Edramsberg, Enns, Schönering und Wilhering, aber auch das Fahrzeug des Landesfeuerwehrkommandos traten pünktlich zur vereinbarten Zeit in der Trauner Einsatzzentrale ein. Da sich der Wind etwas gelegt hatte, konnte die Drehleiter eingesetzt werden, sodass auch die Gefahrenstellen an nicht zugänglichen Dächern oder höheren Häusern beseitigt werden konnten. Einige wenige Betroffene griffen zur Selbsthilfe und erleichterten damit die Arbeit der Feuerwehr. Auch am 3. März war die FF Traun noch den ganzen Tag im Einsatz, und am 4. März (Sonntag) wurde bis Mittag gearbeitet.

Urlaub zum Feuerwehreinsatz
Etliche Feuerwehrkameraden nahmen sich Urlaub, um für die Einsätze zur Verfügung zu stehen; andere wiederrum kamen sofort nach der Arbeit - Nachtschicht -, leisteten ihre Einsätze und gingen nach ein paar Stunden schlaf wieder in die Arbeit; einige Feuerwehrkameraden bekamen dankenswerterweise von ihren Dienstgebern frei. Da nun die unmittelbaren Gefahrenweitgehendst beseitigt waren, konnte in der Folge davon abgesehen werden, mit der vollen Aktivität weiterzuarbeiten, sodass ab montag die Feuerwehrkameraden wieder ihrer normalen Arbeit nachgehen konnten. Die dienstfreien Kameraden leisteten aber jetzt noch die vorgemerkten Einsätze.

Sturmschäden - Aufarbeitung
Im Laufe der nächsten Wochen - konkret statistisch festgehalten bis 27. März 1990 - wurden neben anderen Einsätzen immer noch Sturmschäden aufgearbeitet. Zum Beispiel wurde an 3 ganzen Tagen in städtischen Anlagen und im öffentlichen Augebiet die FF Traun zur Hilfeleistung herangezogen. Vom 26. Februar bis 27. März 1990 hatte die FF Traun 320 technische Einsätze - allein infolge der Sturmkatastrophe, aber ohne die selbstständigkeit von den auswärtigen Feuerwehren durchgeführten Einsätze - zu leisten. Davon wurden 66 durch abgedeckte Dächer, herabgerissenen Antennen, umgeworfene Plakatwände usw. und 254 wegen umgestürzter oder entwurzelter Bäume geleistet.

Bei diesen Einsätzen waren über 1.530 Mann mehr als 1.510 Stunden im Einsatz mit den Nebenarbeiten, wie Reinigung bzw. Instandhaltung der Geräte, verbrachten die Trauner Feuerwehrkameraden insgesamt weit über 2.000 Stunden in der Einsatzzentrale. Die Betriebsfeuerwehren der Firmen Dr. Feurstein und Gabler hatten im firmeneigenen Gelände vollauf zu tun, wobei aber die BTF Feurstein in ihrer einsatzfreien Zeit immer wieder ihre Hilfe der Stadtfeuerwehr anbot und auch eingesetzt wurde. Dank guter Ausbildung und umsichtiger Arbeitsweise konnten alle 320 Einsätze bis auf einen unfallfrei und ohne Verletzungen geleistet werden; Bei einen Einsatz schlug ein Zweig einem Feuerwehrkameraden ein Zweig in das Auge, er konnte aber nach ambulanter Behandlung wieder am Einsatzgeschehen mitwirken.

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09. Oktober 1990: Wohnungsbrand, Aumühlstrasse
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Gerade noch rechtzeitig wurde am Sonntag Abend die jugoslawische Gastarbeiterin Mileva D. (42) aus ihrer brennenden Wohnung im ersten Stock eines Hauses in der Trauner Aumühlstraße gerettet. Das Feuer hatte der vom Qualm bereits leicht benommenen Frau den Fluchtweg über eine Treppe abgeschnitten. Als die verzweifelte Jugoslawin um Hilfe rief, bewies ein Landsmann Mut und Geschicklichkeit.

Mileva D. hatte um 18.40 Uhr plötzlich Rauch in der Wohnung bemerkt. Sie wollte aus der Wohnung flüchten, bei der Eingangstür schlugen der Frau aber Flammen entgegen. Die Hilferufe wurden vom Jugoslawen Ferid C. aus Linz gehört, der in der Trauner Arbeitersiedlung bei Bekannten eingeladen war. C. beschaffte sich im Nachbarhaus eine Leiter und kletterte zu einem Fenster der brennenden Wohnung. Der kräftige Mann brachte die Frau dann "huckepack" in Sicherheit. Mileva D. erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde in ein Linzer Spital gebracht. Die Wohnung brannte total aus, die Feuerwehr konnte aber ein Übergreifen auf andere Wohnungen verhindern. Auch andere Häuser der Siedlung waren durch den Brand akut gefährdet. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Fest steht, daß das Feuer auf einem Holzbalkon ausgebrochen ist, der dem Eingangsbereich der Wohnung vorgelagert ist. Wodurch das dort gelagerte Gerümpel in Brand geraten ist, muß erst geklärt werden. Brandstiftung wird von Trauner Gendarmen nicht ausgeschlossen.


23. Juli 1991: Flächenbrand, Oedtersee
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Dichte Rauchwolken stiegen gestern Nachmittag aus einem Gerstenfeld beim Oedtersee in Traun auf. Ein überhitzter Häcksler hatte das Getreide in Brand gesteckt. Etwa 1500 Quadratmeter gingen in Flammen auf. Die Trauner Feuerwehr hatte das Feuer rasch unter Kontrolle.


23. August 1991: Küchenbrand, Wiener Bundesstrasse 25a
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Eine Folge unglücklicher Umstände löste gestern früh in einem sechsstöckigen Hochhaus in Traun eine gefährliche Situation aus: Nicht nur, daß eine verwitwete Pensionistin das heiße Fett auf dem eingeschalteten Herd vergessen hatte und zu ihrer Tochter im selben Haus gegangen war - als sie Brandgeruch wahrnahm, war inzwischen auch ihre Wohnungstür zugefallen. Die Küche brannte fast völlig aus. Anna B. (67) hatte gegen 8.45 Uhr in ihrer Parterrewohnung in der Wiener Bundesstraße 25a eine Pfanne mit Öl für Fleischlaiberl auf den Herd gestellt und wollte "auf einen Sprung" zu ihrer Tochter Renate W. (34) in den vierten Stock gehen. Aus dem "Sprung" wurde eine Viertelstunde - aus dem heißen Fett eine "Feuersuppe". Als die 67jährige verdächtigen Brandgeruch bemerkte, der sie an ihre Fleischlaiberl erinnerte, eilte sie zu ihrer Wohnung zurück, stand dort allerdings vor verschlossener Tür. Ein Windstoß hatte die Wohnungstür zugeworfen.

Als Retter in der Not sprang der 14jährige Nachbarbub Danilo R. ein, der über den Balkon in die Wohnung gehoben wurde und die Tür von innen öffnen konnte. Albert W. (24), der Schwiegersohn der vergeßlichen Köchin, versuchte daraufhin die Flammen mit einem Feuerlöscher einzudämmen, mußte aber sein Vorhaben wegen der großen Hitze wieder aufgeben und flüchtete aus der verqualmten Wohnung - als die Tür erneut zufiel. Schließlich mußte die Trauner Feuerwehr einbrechen und den Brand löschen. Der Schaden beträgt etwa 100.000 Schilling.


28. August 1991: Küchenbrand
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Der mutige Einsatz eines 11jährigen verhinderte gestern vormittag in Traun einen Küchenbrand: Nachdem die Pensionistin Maria F. (70) auf eine Pfanne mit Letschogemüse und Erdäpfeln auf dem eingeschalteten E-Herd vergessen hatte und weggegangen war, bemerkte ihre Nachbarin Heike O. Brandgeruch. Ohne zu zögern zwängte sich ihr Sohn Till durch ein offenes Badezimmerfenster in die völlig verqualmte Wohnung und holte, geschützt mit einem nassen Tuch vorm Mund, die brennende Pfanne vom Herd. Beim Eintreffen der Löschtrupps hatte der Nachwuchs-Feuerwehrmann die Gefahr bereits gebannt.


01. November 1991: Kellerbrand, Johann Roithner Strasse 5
Text: FF Traun

Am 1. November 1991 um cirka 12:45 Uhr hat ein Bewohner des Hauses Johann Roithner Strasse 5 in Traun starke Rauchentwicklung im Stiegenhaus des fünfstöckigen Wohnhauses entdeckt und sofort über Notruf 122 die Feuerwehr alarmiert.

Alarmierung:
Die Alarmierung der Freiwillgen Feuerwehr der Stadt Traun erfolgte um 12:47 Uhr über die Warnzentrale des Ladesfeuerwehrkommando. Text der Alarmierung: "Brand Wohnhaus, Johann Roithner Strasse 5!". Um 12:49 Uhr rückten die ersten Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Traun mit TLF 2000, DLK 25+2, LFB und TLFA 3650-350 aus. Heiteres Wetter, 3°C, leichter Westwind.

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle war schon eine starke Rauchentwicklung vom Kellergeschoss über das Dach und die offenstehenden Stiegenhausfenster zu erkennen, sodaß die Fluchtmöglichkeit über das Treppenhaus für die Bewohner nicht mehr möglich war.

Massnahmen:
Daher lautet der erste Einsatzbefehl:
"1. Bergung der eingeschlossenen Mieter an der Nordseite des Objektes mit DLK 25+2. 2. Löschangriff über Kellerstiege mit HD-Rohr und schweren Atemschutz. 3. 2. Atemschutztrupp: Kontrolle des Stiegenhauses nach etwaigen eingschlossenen Bewohnern - 3. Atemschutztrupp als Reservetrupp vorm Hauseingang!" Es war zu diesem Zeitpunkt schon klar ersichtlich, das weitere Einsatzkräfte erforderlich sein würden. Alarmierung weiterer Mannschaften der FF-Traun, Anforderung des Atemschutzfahrzeuges Nettingsdorf-Papierfabrik, gleichzeitig wurden der Feuerwehrarzt Dr. Fiereder sowie das Rote Kreuz Traun alarmiert.

OKA und SBL wurden ebenfalls angefordert, um ein sicheres Arbeiten während der Löscharbeiten zu gewährleisten. Die genaue Lageerkundung des ersten Atemschutztrupps ergab, das ein Kellerraum in Vollbrand stand und wegen extremer Hitzeentwicklung ein Angriff mit dem HD-Rohr nicht zielführend war, sodaß des Truppführer den Rückzug befahl. (Im nachhinein war ein Kachelofeneffekt feststellbar, da jegliche Entlüftungsmöglichkeit fehlte). Als weitere Maßnahme forderte der Einsatzleiter einen Leichtschaumgenerator von der Betriebsfeuerwehr Nettingsdorf-Papier an, um den Keller mit Leichtschaum zu beschäumen und dadurch eine kurzfristige Unterbrechung der Rauchentwicklung zu erreichen, damit die Personenbergung abgeschlossen werden konnte.

Weitere Einsatzkräfte der FF Leonding, Hart und Hörsching wurden um 14:07 Uhr alarmiert mit der unbedingten Anforderung von Atemschutztrupps und -geräten. Da eine Brandbekämpfung mit HD-Rohren aussichtslos war, wurden die nachfolgenden Innenangriffe über den Tiefgaragenzugang mit zwei C-Rohren mit Schweren Atem- und Hitzeschutz durchgeführt.

Mehrere Faktoren ließen jedoch vorerst keine effiziente Arbeit der Atemschutztrupps zu:
- Der Zugang zum Brandherd führte nur über einen schmalen, verwinkelten Gang.
- Aufgrund der extrem starken Rauchentwicklung und der fehlenden Entlüftungsmöglichkeit über Kellerschächte mussten drei Be- und Entlüftungsgeräte eingesetzt werden, wodurch die Gänge noch schmäler wurden.
- Die Durchgangsöffnung zum Kellerraum selbst betrug nur 95 Zentimeter und war durch zwei Lutenstränge nahezu blockiert.
- Neben der extremen Rauchentwicklung gab es auch eine imense Hitzeentwicklung, sodaß zeitweise selbst mit Hitzeschutz ein Eindringen in den brennenden Kellerraum unmöglich war.
- Die Wasserdampfbildung war eine Geißel aller Angriffstrupps (eine 12 m entfernt montierte Abdeckhaube eines Handfeuerlöschers schmolz die Wand hinunter, Isolierschalen auf den entfernten Wasserleitungsrohren schmolzen ebenfalls ab).

Laut Rücksprache mit den ersten Angriffstrupps wurde entschieden, daß eine vorschriftsmässige Ablöse der Angriffstrupps ausserhalb des Brandraumes aufgrund des intensiven Brandausmaßes nicht zielführend sei, sodaß die Trupps am Strahlrohr abgelöst wurden. Der Einsatz des zweiten C - Rohres war aus Platzgründen nicht möglich. Um 18:17 Uhr wurden von der FF Ansfelden weitere Atemschutzträger zur Ablöse angefordert. In der Folge mussten 15 Angriffstrupps (mit zusätzlichen Reservetrupps für andere Tätigkeiten in den verrauchten Bereichen, wie Beleuchtung, Absaugung, etc.) aufgewendet werden, bis um 19:15 Uhr der Brand weitgehend lokalisiert war und nach weiteren Löscharbeiten um 20:10 Uhr "Brand aus" gegeben werden konnte. Um einen persönlichen Eindruck von der Lage zu erhalten, fanden sich an der Brandstelle der Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Dutzler, Bürgermeister Famler, Stadtamtsdirektor Hofrat Dr. Novak und Verantwortliche des Roten Kreuzes und der Gendarmerie.

Nacharbeiten:
Nach Lokalisierung des Brandes konnten die helfenden Nachbarfeuerwehren vom Brandplatz abrücken. Für die Mannschaften der FF Traun begann nach "Brand aus" eine Einteilung zur Brandwache im Ablöseverfahren bis Samstag, den 2. November 1991, 08:00 Uhr. In dieser Zeit musste nebenbei für einen Gewerbebetrieb im Objekt eine Notstromversorgung mit 30-KVA-Generator zur Aufrechterhaltung der Kühlanlagen und anderer Maschinen aufgebaut werden.

Folgen für Bewohner:
Durch die starke Verrauchung des gesamten Wohnblocks und damit verbundene Brandrauchbelästigung wurde die Wohnungsbenutzung durch die Mieter in der Nacht vom 1. auf den 2. November vorerst untersagt. Für die zirka 150 Bewohner wurden von Stadtamtsdirektor Hofrat Dr. Novak Notunterkünfte im Volksheim Traun und im Gasthof Roithnerhof organisiert. Am gravierendsten zeigten sich die Hitzeeinwirkung auf den "Schlecker" - Drogeriemarkt. Dieser musste baupolizeilich gesperrt werden, da die Kellerdecke im Mittel um zirka 10 Zentimeter durchhing und abgetragen werden muss. Die ebenfalls im Objekt situierte Gelateria Roma bekam auch einiges vom Rauch ab und dürfte ebenfalls renovierungsbedürftig sein.

Brandursachenermittlung:
Samstag, 2. November 1991, 08:00 Uhr: Beginn der Aufräumungsarbeiten und Hilfestellung bei der Brandursachenermittlung der Brandverhütungsstelle OÖ und Kriminalabteilung der Gendarmerie durch die FF Traun. Um 10:00 Uhr erfolgte nach Kontrolle des Gebäudes durch die Feuerwehr die Freigabe zur Wohnungsbenützung durch die Mieter, welche über Rundfunk informiert wurden. Die Aufräumungsarbeiten und Brandursachenermittlung erfolgten Schritt für Schritt, als die Baufirma Michael Roithner die durchhängende Decke pölzte.
Erst jetzt wurde den Aufräummannschaften klar, warum ein "kleiner" Kellerbrand (36 m2 mit 20 Kellerabteilen) den Einsatz über 7 Stunden erforderte. 

Brandlasten: zirka 40 Autoreifen, PVC-Fussbodenreste, lack- und Spraydosen, Kunstoffgebinde, Hausrat aus verschiedenen Stoffen, Fahrräder, Skier und Kunststoffrodeln etc. Zirka siebzig Prozent des Rauminhaltes verbrannten, der Beton an den Wänden war zum Teil bis auf die Baustahlbewehrung abgesprungen. Das Ergebnis der ersten Brandursachenermittlung schloss ein technisches Gebrechen aus, sodass man ableiten kann, dass offenes Licht als Brandursache anzunehmen ist.

Eingesetzte Feuerwehren und Geräte:
FF Traun:
Fahrzeuge: 1 TLF 2000, 1 TLFA 3650-350, 1 LF-B, 1 DLK 25+2, 1 SRF, 1 LKW, 1 MTF, 1 KDOF
Geräte: 2 HD Rohre, 2 C Rohre, 340 Meter H-Druckschlauch, 120 Meter C-Druckschlauch, 320 Meter B-Druckschlauch, 10 Leichte Atemschutzgeräte, 18 Schwere Atemschutzgeräte, 3 Wechselstromgeneratoren, 19 Beleuchtungssgeräte, 1 Be- und Entlüftungsgerät..

BTF Nettingsdorf-Papier:
Fahrzeuge: 1 TLF 2000, 1 ASF. A KDOF
Geräte: 1 Leichtschaumgenerator, 1 Be - und Entlüftungsgerät.

FF Hart:
Fahrzeuge: 1 TLF 2000, 1 LF, 1 KDOF
Geräte: 60 Meter B-Druckschlauch, 3 Schwere Atemschutzgeräte, 1 Wechselstromgenerator, 1 Be- und Entlüftungsgerät.

FF Leonding:
Fahrzeuge: 1 TLF 4000, 1 DLK 30, 1 LF, 1 KDOF
Geräte: 1 HD Rohr, 60 Meter H-Druckschlauch, 15 Meter C-Druckschlauch, 6 Schwere Atemschutzgeräte, 1 Wechselstromgenerator, 6 Beleuchtungsgeräte.

FF Hörsching:
Fahrzeuge: 1 RLF 2000, 1 LF, 1 KDOF
Geräte: 3 Schwere Atemschutzgeräte, 1 Wechselstromgenerator, 3 Beleuchtungsgeräte, 1 Steckleiter, 1 Be - und Entlüftungsgerät.

FF Ansfelden:
Fahrzeuge: 1 TLF 4000, 1 LF, 1 KDOF
Geräte: 4 Schwere Atemschutzgeräte

Zusammenfassung:
6 Feuerwehren mit 100 mann mit insgesamt 792 Stunden Einsatzleistung. Gesamte Einsatzdauer: 1. November 1991, 12:47 Uhr bis 2. November 1991, 17:00 Uhr. Gerettet wurden: das gesamte Wohnobjekt mit Ausnahme des "Schlecker" Drogeriemarktes (Sperre wegen Deckeneinsturzgefahr), sämtliche Bewohner (ca. 150 Personen und 6 Tiere). Verletzte: 7 Zivilpersonen wurden zur Kontrolle wegen Verdacht auf Rauchgasverdichtung ins AKH Linz gebracht. Feuerwehrmänner wurden keine verletzt.

Vorbeugender Brandschutz:
Bei diesem Feuerwehreinsatz wurde uns wiederum vor Augen geführt, dass vorbeugende Brandschutzmassnahmen nicht nur leere Phrasen sind, sondern im Ernstfall von eminenter Bedeutung sein können. So wurde das Stiegenhaus für die Bewohner unbenützbar, weil die Brandschutztüre vom Kellergang zum Stiegenhaus offenstand und die Schliessfeder anscheinend nicht funktionierte. Eine Fluchtmöglichkeit für die Bewohner besteht leider nur über Leitern bzw. Drehleitern (fünf Geschosse und darüber ein Penthaus!). Weiters war es für die ersten an der Einsatzstelle eintreffenden Kameraden unmöglich, festzustellen, wo sich ein Gashaupthahn befindet (es stellte sich - unter Zuhilfenahme der SBL - Gott sei Dank heraus, dass kein Gas im Haus ist, sondern eine zentrale Wärmevesorgung aus dem Nachbarobjekt besteht).

Ein Brandschutzplan, wie er in der TRVB N 137 (hohe Häuser) empfohlen wird, war ebenfalls nicht vorhanden, und somit mussten sich die ersten Löschtrupps mühesam in den extrem verrauchten Stiegen und Gängen abquälen, um zum Brandherd vorzudringen. Die Lagerung von derartigen Brandlasten in kleinsten Kellerabteilen (1 m2) aus Holzlatten ist zwar in Wohngebäuden eine allgemein eingebürgerte Unsitte, sollte jedoch aus vorbeugender Sicht bei den feuerpolizeilichen Beschauen kritiesiert werden. Eine bauliche Sünde im zug der Brandbekämpfung war auch der Umstand, dass aus den Kellerräumen keinerlei Abführen der Hitze und des Rauches ins Freie möglich war bzw. ist.

Allgemeines Verhalten der Einsatzkräfte:
Nur dem umsichtigen und besonnenen Handeln der ersten Bergungsmannschaften ist es zu verdanken, dass bei den Bewohnern (ca. 150 Personen) keinerlei Panik ausbrach und die Bergung vorerst mit der DLK 25+2 der FF Traun auf der Nordseite und anschliessend mit der DLK 30 der FF Leonding auf der Südseite in zirka eineinhalb Stunden durchgeführt wurde.
Die permanente Anwesenheit des Feuerwehrarztes Dr. Fiereder an der Einsatzstelle erwies sich als optimal.

Eine grossartige Zusammenarbeit und Disziplin herrschten bei allen eingesetzten Kameraden, denen unser aller Dank gebührt. Trotz der extremen Hitze- und Rauchentwicklung zeichneten sich alle Atemschutzträger als taktisch und konditionell voll trainiert aus. Manche wechselten neun mal die Flasche! Alle Atemschutzträger taten mehr als ihre Pflicht bis zur Belastungsgrenze. Das Atemschutzfahrzeug der BTF Nettingsdorf-Papier musste 20 Atemluftflaschen füllen.

Resümee:
Die Auswirkungen eines Kellerbrandes (Ausmass: 36 m2) mit derartigen Brandlasten und Mängeln des vorbeugenden Brandschutzes bringen Personen und Einsatzkräfte in grosse Gefahr. Dass derartige Situationen nicht in einem Desaster enden, ist wohl letztendes den Feuerwehrleuten zu verdanken, die zuerst nicht nach dem "Warum" fragen, sondern bis zur Leistungsgrenze ihre Pflicht erfüllen. Hier waren Kameraden bis zu 28 Stunden nonstop im Einsatz, um Personen und Güter zu retten - und der Dank ist nicht selbstverständlich - es ist unsere Pflicht zu helfen, und jeder tat es.

Presseberichte der OÖ Nachrichten:
02.11.1991: In Panik liefen gestern gegen 13 Uhr Mieter eines fünfstöckigen Trauner Wohnhauses auf die verqualmten Gänge und riefen verzweifelt um Hilfe. Die Feuerwehr rettete rund hundert Hausbewohner mit zwei Hebebühnen. 10 bis 15 von ihnen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Die anderen Mieter mußten in Notunterkünften untergebracht werden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Feuer im Keller des Hauses gelegt worden ist.

Gegen 12.45 Uhr stürmte der Chef eines im Wohnblock in der Roithnerstraße 5 untergebrachten Eissalons ins nahegelegene Billardcafe und schrie: "Unser Haus brennt!" Der aufgeregte Mann alarmierte telefonisch die Feuerwehr. Seine Frau und seine Kinder hatten, wie etwa 100 andere Mieter auch, keine Chance, aus dem verrauchten Gebäude ins Freie zu flüchten.
Die Miteigentümerin des Cafes, Bella V. (19), lief sofort hin. Auch ihr Freund Siegfried G. (24), mit dem sie das Lokal betreibt, war in seiner Wohnung eingeschlossen. "Er war kurz vor Brandausbruch aufgestanden, wollte nichtsahnend aus dem Haus gehen. Plötzlich stand er im verqualmten Stiegenhaus. Er hörte viele Leute durcheinanderreden. Gesehen hat keiner den anderen. Schwarzer Rauch war überall. Günther wollte in die Wohnung zurück, fand erst nach einigem Herumirren die Eingangstür", erzählte die 19jährige den OÖN. Ängstlich standen alle Mieter bei den offenen Fenstern. Bei den Feuerwehrautos versammelten sich immer mehr Schaulustige. Dutzende Augenpaare verfolgten die freiwilligen Helfer, die die Mieter mit zwei Hebebühnen bargen. Fast vier Stunden vergingen, bis alle Wohnungen evakuiert waren. Siegfried G. wurde als einer der ersten geborgen. "Es ging ihm schlecht, er war schwer geschockt", so seine Freundin.

Der Brand im Keller tobte weiter, immer wieder genährt von Kunststoffteilen und Autoreifen. Fünf Feuerwehren mit etwa 80 Mann und sechs Atemschutztrupps bekämpften die Flammen. Brandstiftung konnte nicht ausgeschlossen werden. Alle Wohnungen sind so verraucht, daß Notunterkünfte für die Mieter gesucht werden mußten. Die geschockten Männer, Frauen und Kinder verbrachten die Nacht zum Samstag im Trauner Volksheim und in den Räumen der Rettung.

04.11.1991: Das Feuer im Keller des fünfstöckigen Wohnhauses in der Trauner Johann-Roithner-Straße wurde gelegt. Ob der Brand durch Schlamperei, etwa durch eine achtlos weggeworfene Zigarette, oder absichtlich ausgelöst worden war, ist noch nicht klar. Die Gendarmerie hat noch keine Spur von dem Zündler, der über 100 Mieter in Panik versetzte.

Die meisten Hausbewohner verbrachten die Nacht zum Samstag nicht, wie anfangs vorgesehen, in den Notunterkünften. Verwandte und Freunde nahmen sich ihrer an. Etwa sechs Familien übernachteten auf Kosten der Gemeinde in einem nahen Gasthof. Am Wochenende durften sie wieder in ihre Wohnungen.

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15. Dezember 1991: Zimmerbrand
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Gerade noch rechtzeitig vor dem Einschlafen nahm gestern gegen 1.45 Uhr früh die Trauner Hausfrau Herta W. Brandgeruch wahr. Sekunden später sah sie, daß ein Büroraum im Keller des Einfamilienhauses in Flammen stand. Die Frau weckte ihren Gatten Klaus und ihren 22jährigen Sohn Hans, der sofort die Feuerwehr alarmierte. Das Feuer wurde rasch gelöscht. Der Brand dürfte durch Zigarettenglut ausgelöst worden sein. Hans Winter hatte bis in die Nacht hinein im Büroraum gearbeitet.


OOe. Nachrichten, 08.07.93
Tankwagen explodierte: Giftgaswolke ueber Linz
Radio-Warnung fuer Anrainer, Fenster geschlossen zu halten

TRAUN/LINZ. Ein dumpfer Knall riss gestern gegen 15 Uhr die Anrainer des Trauner Chemikalien-Grosshaendlers Neuber aus ihrer Ruhe. Minute spaeter zog sich eine stark nach Chlor stinkende Gaswolke ueber Linz hinweg: Ein mit Natriumhypochloridlauge gefuellter Tankwagen war explodiert. Rund 1000 Liter der stark aetzenden und hochkonzentrierten Chemikalie flossen aus. Fuenf Arbeiter, die unmittelbar neben dem Tankwagen standen, wurden zum Teil schwer verletzt. Der Linzer Roman P. (30) erlitt schwere Veraetzungen am Bein, vier seiner
Kollegen mussten mit Atembeschwerden zur Beobachtung ebenfalls ins Spital.

Durch die starke Explosion wurde eine riesige Gaswolke freigesetzt, die ins Linzer Stadtgebiet geweht wurde. Bewohner der umliegenden Haeuser klagten ueber beissenden Gestank und traenende Augen. Via Radio und Lautsprecherdurchsagen wurden die Anrainerer aufgefordert, die Fenster geschlossenzuhalten. Nach einer Stunde gab die Feuerwehr Entwarnung. Der Grossteil der Lauge konnte von Maennern der Linzer Berufsfeuerwehr, die Vollkoerperschutzanzuege trugen, mit Wasser gebunden werden. Ungluecksursache duerfte ein Bedienungsfehler gewes sein, durch den der Druck im Kessel enorm anstieg. Ausserdem soll d Tankwagen der Welser Chemiefirma Wolfgang fuer den Transport von Natriumhypochloridlauge, die vor allem zur Schwimmbaddesinfektion verwendet wird, nicht zugelassen gewesen sein.


Oberoesterreichische Nachrichten, 03.04.95
Lehrgang im Regen

Kein Erbarmen kannte Petrus am Samstag mit mehr als 100 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren von Linz und Umgebung. Bei stroemendem Regen absolvierten sie vor dem Sportzentrum in Traun den Grundlehrgang und mussten dennoch Schnelligkeit beweisen. Auch 15 weibliche Florianijuenger standen dabei ihre Frau.


Oberoesterreichische Nachrichten, 10.04.95
Hoechste Explosionsgefahr bei Brand in Werkzeugfirma
Taxler entdeckte Millionenfeuer inmitten einer Wohnsiedlung

PASCHING (OOeN-ro). Heiss begann der kuehle Palmsonntag gestern in Pasching bei Linz: Die Werkzeugfirma "Krempl" stand in Flammen. An die 100 freiwillige Helfer der Feuerwehren aus Pasching und Umgebung bekamen den Grossbrand inmitten einer Wohnsiedlung unter Kontrolle. Eine Explosion von Schweissgas sowie 1000 Litern Petroleum konnte verhindert werden. Der Schaden: etwa 10 Millionen. Den Sonntagmorgen hatten sich die etwa 100 Maenner der Feuerwehren Pasching, Leonding, Traun und Hoersching wohl anders vorgestellt. Sirenenalarm riss die Helfer kurz nach 6 Uhr frueh aus dem Schlaf. Ein Taxler hatte beim Vorbeifahren Feuer in der Werkzeugfirma "Krempl" in Wagram entdeckt. "Bei unserem Eintreffen haben die Flammen bereits durchs Dach geschlagen. Die Eternitplatten sind z'sprungen, wie wenn jemand mit einem Maschinengewehr schiessen taet", schildert der Paschinger
Feuerwehrkommandat Fritz Lehner (56), "ohne schweren Atemschutz waer da nichts mehr zu machen gewesen."

Der Brand in dem Werk, in dem am Samstag noch bis 22 Uhr gearbeitet worden war, duerfte bereits in den fruehen Morgenstunden ausgebrochen sein. "Eine der vollautomatischen Maschinen ist die ganze Nacht durchgelaufen", weiss Lehner, "dort duerfte es wahrscheinlich zu einem elektrischen Defekt gekommen sein." Die Gefaehrlichkeit des Brandes wurde den Loeschmannschaften aber erst so richtig bewusst, als sie in die Halle vorgedrungen waren. Inmitten der computergesteuerten und mit zirka 1000 Litern Petroleum gefuellten Werkzeugformmaschinen standen auch mehrere Flaschen mit Acetylen, einem hochexplosiven und leicht entflammbaren Schweissgas. Eine Explosion konnten die Einsatzkraefte aber verhindern, das Uebergreifen des Feuers auf ein Nachbargebaeude der Firma nicht. Auch dort wurden Geraete und hochtechnisierte Maschinen ein Raub der Flammen.

Gegen 8.30 Uhr war der Brand schliesslich unter Kontrolle, zweieinhalb Stunden spaeter konnte endlich "Brand aus" gegeben werden. Der Schaden wird auf etwa 10 Millionen Schilling geschaetzt.


Oberoesterreichische Nachrichten, 26.04.95
Mutter und zwei kleine Toechter in brennender Wohnung gefangen

TRAUN (OOeN-ro). Dramatische Augenblicke spielten sich gestern frueh bei einem Brand in Traun ab: Eine Mutter war mit ihren beiden kleinen Toechtern in ihrer Dachgeschosswohnung gefangen, der Fluchtweg durch den starken Rauch versperrt. Nachbarn konnten die verzweifelte Frau in letzter Sekunde davon abhalten, mit ihren Kindern aus dem
Fenster im dritten Stock zu springen. Die Feuerwehr rettete die drei.

"Die Frau ist mit ihren zwei Maedchen auf dem Fensterbrett im dritten Stock gesessen und war drauf und dran, jeden Moment herunterzuspringen", schildert Walter Kellermayr (46), der als einer der ersten bei dem Haus in der Keplerstrasse 23 in Traun war. Es war kurz vor 6 Uhr frueh, als die Hausfrau Maria H. (31) durch Brandgeruch wach wurde, geistesgegenwaertig ihr neun Monate altes Toechterchen Elisabeth packte, ihre zehnjaehrige Stieftochter Irella L. aus dem Nebenzimmer holte und zum geoeffneten Schlafzimmerfenster stuerzte. Durch einen Brand im Badezimmer war der Familie der Weg ins Stiegenhaus versperrt. Inzwischen hatten bereits mehrere Anrainer die Feuerwehr alarmiert. Walter Kellermayr, Bediensteter bei der Feinpapierfabrik Feurstein, war von seiner Schwiegermutter und Hoerschlaegers direkter Wohnungsnachbarin verstaendigt worden. Der 46jaehrige, der auch Mitglied der Betriebsfeuerwehr ist, wusste, was zu tun ist. Mit zwei Feuerloeschern stuermte er ins Haus und brach die Wohnungstuer auf. "Es ist furchtbar, wenn man eine Frau mit ihren Kindern um ihr Leben schreien hoert", so der Retter, "ich hab sofort zwei Pulverladungen ins Badezimmer neben der Eingangstuer gelassen, weiter konnte ich wegen des starken Qualms nicht in die Wohnung vor."

In der Zwischenzeit redeten Passanten auf die panische Frau auf dem Fensterbrett ein, nicht zu springen. Eintreffende Feuerwehrleute holten schliesslich mit schwerem Atemschutz die Familie aus der total verrauchten Wohnung. "Die Kleine hat ausg'schaut wie ein 'Russkaefer', so schwarz war sie im Gesicht." Das gerettete Trio wurde mit Verdacht auf  Rauchgasvergiftung ins Linzer AKH bzw. ins Kinderkrankenhaus gebracht. Vermutlich hatte das Feuer im Spiegelschrank seinen Ausgang genommen. Die Familie war erst im Dezember in die Firmenwohnung eingezogen.


Oberoesterreichische Nachrichten, 22.06.95
Motto der Trauner Jungfeuerwehr: Beste Motivation, beste Ausstattung

TRAUN (zu). In Sachen Feuerwehr hat Traun eindeutig landesweit die Nase vorn. Als einzige Stadt im Land bietet Traun dem Nachwuchs den ungewoehnlichen Luxus eines eigenen Zeughauses. Doch damit nicht genug: Seit kurzem sind die jungen Spritzenmaenner auch stolze Besitzer eines neuen Feuerwehrautos und einer Funk-Fixstation. "So eine Ausstattung hat keine zweite Jugendfeuerwehr", strahlt der Jugendbetreuer, Werner Hellrigl.

Wie es dazu kam, ist fuer Hellrigl leicht erklaert: "Das ehemalige Zeughaus des zweiten Trauner Zuges stand jahrelang leer. Es war nur noch eine Rumpelkammer. Da kamen wir auf die Idee, es fuer unseren Nachwuchs zu verwenden." Das war 1989. Doch bis das Feuerwehrhaus der Trauner Jugend im heutigen Zustand war, dauerte es noch einige Jahre. "Bei der Umgestaltung haben unsere Burschen fleissig mitgeholfen", erzaehlt Hellrigl stolz. "Die waren kaum zu bremsen, manche hatten mehr Ausdauer als wir Erwachsenen." Die jungen Herren sind mittlerweile Fachmaenner in saemtlichen Sanierungsarbeiten. Aber noch ist ihr Eifer nicht gebremst: Im August werden ein Zubau und ein neues Dach gemacht. Das Geheimrezept
von Hellrigl zum ueberwaeltigenden Eifer seines Teams: "Man muss die Burschen nur richtig motivieren und ihnen Kameradschaft beibringen." Natuerlich sind die 13 Buben im Alter zwischen zwoelf und 16 Jahren nicht nur mit der Sanierung ihres Hauses beschaeftigt. Die jungen Spritzenmaenner trainieren auch intensiv fuer fachbezogene Bewerbe.
Denn bei den zahlreichen Konkurrenzen jedes Jahr will auch der Trauner Nachwuchs die Nase vorne haben. Und das gelingt ihm bisher recht gut.


Oberoesterreichische Nachrichten, 19.12.95
Adventkranz fing in Altenheim Feuer

TRAUN. Eine aufmerksame Besucherin verhinderte am Sonntag nachmittag im Trauner Bezirksaltenheim moeglicherweise eine Katastrophe: Gegen 15.50 Uhr hatte ausgerechnet in der
Pflegeabteilung ein duerrer Adventkranz Feuer gefangen. Die Frau schaltete rasch und konnte den Brand ohne Feuerwehr noch loeschen.


Oberoesterreichische Nachrichten, 27.12.95
Feuerwerksraketen loesten Millionenbrand in Traun aus

TRAUN. Dutzende Feuerwehrmaenner hatten in den Weihnachtsfeiertagen alle Haende voll zu tun: Vermutlich Feuerwerkskoerper steckten in der Nacht zum Sonntag eine Lagerhalle in Traun in Brand und richteten fuenf Millionen Schilling Schaden an. In Andorf erlebte eine Bauersfamilie eine feurige Bescherung im Stall. In Vorchdorf loeste
eine Katze einen Brand aus.

Ein Anrainer hatte in Traun Rauch aus der rund 120 Meter langen Halle in der Rubensstrasse 19 aufsteigen sehen. Er verstaendigte sofort die Feuerwehren Traun und Linz. Mit drei Wasserwerfern und mehreren Hochdruckrohren konnten die Loeschmannschaften die Flammen auf rund 400 Quadratmeter der rund 2000 m2 grossen Halle beschraenken.
Das Feuer zerstoerte Dreibeinliegen, Kunststoffbehaelter und Kartonagen. Von den Verursachern fehlt noch jede Spur.


Oberoesterreichische Nachrichten, 13.05.96
Fokker in Traun "abgestuerzt" - Einsatzkraefte uebten Ernstfall

TRAUN. Wie gefaehrlich es ist, in der Einflugschneise eines Airports zu wohnen, zeigte Freitag nacht eine Grossuebung von Rotem Kreuz, Feuerwehr und Gendarmerie in Traun. Sie simulierten den Einsatz nach einem "Absturz" einer 50sitzigen Fokker auf das Sportzentrum. Auch wenn es die Verantwortlichen des Flughafens Linz nicht gerne hoeren ("Wir haben sie zu der Uebung eingeladen, sie haben aber offensichtlich ein Negativimage befuerchtet und daher abgelehnt", so die zustaendige Stadtraetin Ursula Adlung): Die Gefahr eines Absturzes
beim Landeanflug auf bewohntes Gebiet ist allgegenwaertig. Freitag, Punkt 22 Uhr. Drei Feuersaeulen schiessen vom Sportzentrum Traun in den naechtlichen Himmel. Fast gleichzeitig sind "Sani-, Sani"-Rufe zu hoeren. Zwei Minuten spaeter sind die ersten Einsatzwagen des Roten Kreuzes am Katastrophenort und kurz danach die ersten Feuerwehrkraefte.

Mindestens 60 Verletzte, einige Tote - so lautet die dramatische Uebungsannahme fuer die knapp 280 Einsatzkraefte. Anfangs passiert ausser den Loeschaktivitaeten bei den drei Brandherden wenig. Woran das liegt? "So komisch es klingt, die Verletzten sind falsch gelegen. Aber auch in der Realitaet waere es schwer, im Dunkeln sofort alle Opfer zu finden", erklaert Erhard Hackl, Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes in Traun. Der Zeitplan war jedenfalls auch spaeter nicht mehr zu halten. "Ich hab geglaubt, das geht schneller", ist der fuer  Planung zustaendige Harald G. ueberrascht, dass der Abtransport der Verletzten in die Sanitaetssammelstelle in der Hauptschule erst nach 110 und nicht bereits nach 70 Minuten startet.
Dennoch sind die Verantwortlichen zufrieden. "Die San-Stelle ist einsatzbereit", ist Stadtraetin Adlung von dieser Einrichtung - uebrigens der einzigen im gesamten Bezirk Linz-Land - ueberzeugt. Positiv auch das Resuemee von Rotkreuz-Ortsstellenleiter Hackl, der allerdings kritisch anfuegt: "Wir muessen sicher Aenderungen ueberlegen, etwa ob es sinnvoll ist, die Notbetten zentral in Linz zu lagern." Zudem sieht der Rettungschef auch Forderungen auf die Gemeinde zukommen. "Wir hatten in der San-Stelle nur ein Sauerstoffgeraet, ausserdem keine Wagerl zum Transport der Verletzten durch die Schulgaenge.


Oberoesterreichische Nachrichten, 20.08.96
75jaehrige steckte zwei Tage lang in Kellerloch

TRAUN. Hilflos musste eine 75jaehrige nach einem Sturz vermutlich zwei Tage in einem unzugaenglichen Kellerschacht zubringen, ehe sie gestern von ihrem Ehemann gefunden wurde. Der 73jaehrige stuerzte bei dem Rettungsversuch allerdings selbst in das Kellerloch, konnte aber Hilfe herbeirufen. Das Paar wurde von der Feuerwehr geborgen, die Frau musste ins Krankenhaus.

Der Ehemann war erst am Montag nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause zurueckgekehrt. Er hatte sich schon Sorgen gemacht, weil ihn seine Frau am Wochenende nicht besucht hatte. Auch bei seiner Ankunft daheim blieb sie vorerst verschollen. Bei der Nachschau fiel dem Mann auf, dass der Schluessel zu einer Gartenhuette fehlte. Dort entdeckte er die 75jaehrige in einem engen Kellerloch, aus dem sie sich nach einem Sturz ueber eine Treppe nicht mehr selbst befreien hatte koennen. Der Mann stuerzte seinerseits, konnte aber Nachbarn auf sich aufmerksam machen, die Rettung und Feuerwehr riefen.


Oberoesterreichische Nachrichten, 23.09.96

Einen brennenden Klein-Lkw der Firma Hitthaller loeschten in der Nacht zum Sonntag gegen 2.40 Uhr in der Trauner Gartenstrasse Gendarmen und private Helfer. Das Ladegut und Werkzeug wurden schwer beschaedigt. Eine Anrainerin hatte das Feuer bemerkt, das vermutlich gelegt worden war.


Oberoesterreichische Nachrichten, 19.12.96
Sauna brannte ab

TRAUN. Ein Holzhaus samt Sauna, Aufenthaltsraum und Bar, wurde am Dienstag in Traun ein Raub der Flammen. 40 Ordner mit Firmenunterlagen, die die Tochter des Ehepaares Susanne und Josef H. in der seit vier Jahren nicht mehr benutzten Sauna gelagert hatte, wurden vernichtet. Die Feuerwehr konnte ein Uebergreifen des Brandes auf das nahe Zweifamilienhaus verhindern.


Oberoesterreichische Nachrichten, 23.12.96
Lebensretter will kein Held sein: "Ich hatte nur Angst"

TRAUN. Margarethe H. aus Traun verdankt Nachbarn ihr Leben. Einer tat sich dabei besonders hervor: Edin P. trug die 52jaehrige aus der brennenden Wohnung. Seit fuenf Jahren lebt der 26jaehrige Bosnier in dem Haus Auer-Welsbach-Strasse in Traun. Seit gestern nacht ist er Gespraechsstoff in der Umgebung. Er ist der Held einer naechtlichen Lebensrettung und fuehlt sich ueberhaupt nicht so. Zurueckhaltend, fast schuechtern schildert er die Geschehnisse. Es war gegen zwei Uhr frueh, als P. vor dem Fernseher sass. "Ich haette wahrscheinlich gar nichts bemerkt, haette nicht ein Nachbar laut Alarm geschlagen", erzaehlte der verheiratete Familienvater den OOeN.

Ausloeser war Rauch im Stiegenhaus. Rasch war die Ursache lokalisiert. Es war die Wohnung von Margarethe H., in der es offenbar brannte. "Die Tuer war nicht zugesperrt und mein Nachbar hat sie geoeffnet. Dann habe ich ein nasses Badetuch ueber den Kopf genommen und bin hinein." Ob er nicht Angst gehabt haette? "Natuerlich hatte ich Angst. In dem Zimmer herrschte dicke Luft. Aber ich hatte keine Taschenlampe, so konnte ich auch nichts sehen. Ausser, dass im Wohnzimmer Feuer war", sagte der 26jaehrige. Dass sich H. in der Wohnung befinden koennte, war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, weil ihr Auto vor der Tuer stand. Ein Nachbar kam dann mit der Taschenlampe. Damit fand der junge Mann die bewusstlos auf dem Boden liegende Frau. Er schnappte sie und trug sie aus der Wohnung. "Dann waren auch schon die Rettung und die Feuerwehr da. Das war's", spielt P. die Gefaehrlichkeit der
Situation ein wenig herunter. Denn auch die Feuerwehrmaenner sprachen von einer wahren Heldentat. P. habe die Frau in wirklich letzter Sekunde gerettet.

Die 52jaehrige erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung, ist aber bereits ausser Lebensgefahr. Die Ursache fuer den Brand duerfte eine defekte Lampe oder eine brennende Zigarette gewesen sein. Nachgedacht habe er nicht, erzaehlt P.. "Nur als ich das zweite Mal in die Wohnung lief, dachte ich an meinen kleinen Sohn." Der ist zwei Monate alt.


Oberoesterreichische Nachrichten, 27.02.97
Fruehlingssturm deckte ein Dutzend Haeuser ab

TRAUN. Windboeen mit bis zu 100 km/h Spitze sorgten gestern mittag in weiten Teilen Oberoesterreichs fuer grossen Wirbel: Etwa ein Dutzend Haeuser wurde abgedeckt, zahlreiche Baeume entwurzelt. Am schlimmsten tobte der Fruehlingssturm in Traun: Dort blies der boeige Wind im Bereich der Bahnhof- und der Grinningerstrasse gleich zehn Daecher von Haeusern. Vor dem "Pub Melon" fiel ein Baum auf die Kremstalbundesstrasse. Auch vor der Hauptschule 1 wurde ein Baum gefaellt, vor der Post in der Bahnhofstrasse ein Lichtmast geknickt. Wegen zahlreicher entwurzelter Baeume und Ueberschwemmungen waren die Feuerwehren Wilhering, Marchtrenk, Piberbach, St. Oswald bei Freistadt und Niederwaldkirchen stundenlang im Einsatz. (ro/ho.


26. März 1997 - Wohnungsbrand, Johann Mayrleb Strasse 20
Bericht Oberösterreichische Nachrichten

Der 12jährige Mehdad aus Traun ist ein kleiner Held: Er rettete gestern früh seine Mutti und seine beiden Geschwisterchen vor dem Feuertod. Die Familie hatte noch friedlich geschlummert, als die halbe Wohnung in Flammen stand. Der Perser Mansour G. (40) hockt weinend in seiner total verrußten Wohnung im 3. Stock in der Trauner Johann-Mayrleb-Straße. Seit Wochen arbeitslos und schwer leberkrank stehen der Fernfahrer und seine Frau Masume (34) mit ihren drei Kindern vor dem Nichts. Sie haben ihr gesamtes, mühsam erspartes Hab und Gut verloren.

Der 40jährige war gerade auf Arbeitssuche, als es gegen 8.30 Uhr daheim fast zur Katastrophe kam. Daß es keine Tote gab, ist Sohn Mehdad zu verdanken. "Normal bin ich um die Zeit schon in der Schule. Aber weil Ferien sind, war ich zuhaus'", schildert der kleine, nervenstarke Lebensretter, "ich habe aufs Klo müssen, da habe ich durch die Glastür in einem Zimmer plötzlich Feuer gesehen."

Während seine Mama und die Geschwister Mehran (3) und Maral (1) noch im Schlafzimmer schliefen, versuchte der 12jährige im Pyjama, mit Wasser den Brand einzudämmen. Ein relativ neues Fernsehgerät war aus noch unbekannter Ursache explosionsartig in Flammen aufgegangen. Im Nu brannte es lichterloh. Das Feuer griff auf die Einrichtung über. Mehdad mußte schließlich kapitulieren. Er weckte Mutter und Geschwister, rannte zu einer Nachbarin und alarmierte die Feuerwehr. "Ich bin gerade in der Badewann gesessen, als an der Tür furchtbar "pumpert hat", schildert Nachbarin Akmenkalus B. (57) die dramatischen Minuten, "giftig-dunkelschwarzer Rauch ist aus der Wohnung rauszogen. Die Mutter ist mit ihren Kindern am Arm mitten im Qualm g'standen und hat noch versucht, das Gas abzudrehn. I hab "gleich alle über die Stiegen runterg'staubt." Maurer Alois H. (40), der zufällig im Haus arbeitete und auch bei der Feuerwehr ist, läutete alle Bewohner heraus. Vier Feuerwehren löschten und bannten die Explosionsgefahr. Die Wohnung ist unbewohnbar. Die iranische Familie fand fürs erste bei Bekannten Unterschlupf, wo sie aber nur begrenzt bleiben kann. "Wo sollen wir mit unseren drei Kindern dann hin?", ist der Vater verzweifelt.


Oberoesterreichische Nachrichten, 01.04.97
Loesch-Nachwuchs

100 Burschen und Maedchen absolvierten dieser Tage den Grundlehrgang der Feuerwehr in Traun. Und der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehren der Bezirke Linz-Land und Linz-Stadt schlug sich wacker. Besonderen Spass scheint dieser jungen Feuerwehrfrau die Arbeit mit der Schaumkanone zu machen. 


Oberoesterreichische Nachrichten, 06.05.97
Lastwagen mit Spraydosen explodierte

TRAUN. Eine Explosion, die weithin zu hoeren war, erschuetterte gestern gegen 21.15 Uhr das Trauner Stadtgebiet. Etwa einen halben Kilometer von der Trauner Kreuzung entfernt war
auf der Bundesstrasse 1 in Fahrtrichtung Neubau ein Sattelzug - voll beladen mit Spraydosen - umgestuerzt. Die brisante Ladung ging explosionsartig in Flammen auf. Binnen kuerzester Zeit stand der Lastwagen meterhoch in Flammen. Der Fahrer ueberlebte den Zwischenfall mit Verletzungen unbestimmten Grades. Das Landesfeuerwehrkommando loeste die hoechste Alarmstufe aus und schickte etwa ein Dutzend Feuerwehren zum Brandort. Unter Lebensgefahr naeherten sich mit schwerem Atemschutz ausgeruestete Loeschmannschaften dem brennenden Lkw. Weitere Explosionen blieben aber zum Glueck aus. Die Feuerwehren aus dem gesamten Grossraum Linz hatten den Brand rasch unter Kontrolle. Dutzende Schaulustige
verfolgten die gefaehrliche Arbeit der Florianijuenger. Gendarmen sorgten dafuer, dass die Zivilisten nicht zu nahe herankamen und weder sich selbst in Gefahr bringen noch die Einsatzkraefte behindern konnten. (no.

Der 34jährige Mazedonier Nijar I. , Arbeiter bei der Spezialtiefbaufirma Dywidag, war am Montag erst gegen 21 Uhr von einer Baustelle heimgekommen. Er wollte sich in seiner Unterkunft ein Abendessen herrichten. Ein explosionsartiger Knall ließ ihn zusammenfahren. Durch ein Fenster sah er einen brennenden Lastwagen nahe der Trauner Kreuzung. "Gemma helfn", rief er seinem Arbeitskollegen Luka A. (43) aus Slowenien zu. Die beiden ließen alles liegen und stehen und liefen über ein Feld zu dem umgestürzten Sattelzug. Riesige Flammen schlugen aus dem Aufleger. Explodierende Spraydosen flogen im Umkreis von etwa 100 Metern durch die Luft. Aber für die Arbeiter gab es kein Zurück mehr, als sie den ungarischen Kraftfahrer Lajos T. (59) im Führerhaus sahen.

Vergeblich versuchten sie den Verletzten durch die Beifahrertür zu befreien. Er war hinter dem Lenkrad eingeklemmt. "Mit einer Eisenstange hamma zwei-, dreimal auf d'  Windschutzscheiben g'haut und sie eingschlagn", erzählte A. Mit vereinten Kräften zwängten die Retter mit der Stange das Lenkrad zur Seite, zerrten T. aus dem Wrack und brachten ihn in Sicherheit. 150 Feuerwehrmänner bekämpften den Großbrand. Da zunächst niemand wußte, was der Lastwagen geladen hatte, war der Einsatz so brisant, daß, wie exklusiv berichtet, höchste Alarmstufe ausgerufen wurde. Erst als der Sattelzug mit einem dicken Schaumteppich bedeckt war, bekamen die Einsatzkräfte Frachtpapiere in die Hand. Der Lastwagen war voll mit PVC-Rollen und Stahlblech sowie zehn Paletten leicht entzündbarer Silikondosen und Schnellreinigersprays gewesen.

Der Kraftfahrer dürfte auf der B1 Richtung Wels zu schnell unterwegs gewesen sein. Er durchstieß eine Baustellenabsperrung. Der Sattelzug geriet ins Schleudern, die Spraydosen entzündeten sich. Etwa 80 Meter weit schlitterte der brennende Lkw dahin, bevor er links von der Fahrbahn abkam und umstürzte. Weil Diesel aus dem Tank ausgeflossen war, mußte Erdreich entfernt werden. Die mutigen Helfer fühlen sich nicht als Helden: "Nur durch das spontane Einschreiten der beiden Arbeiter hat der Kraftfahrer überlebt", ist ein Trauner Gendarm überzeugt. Für die beiden "Helden des Abends", Nijar I. und Luka A. , ging gestern der ganz normale Alltag weiter. Sie traten pünktlich ihre Arbeit auf Baustellen in Wels und Linz an, als ob nichts gewesen wäre. I. erzählte nicht einmal seinen Kollegen am Bau etwas davon. Das sei doch selbstverständlich gewesen, das hätte jeder andere auch getan. Sie beide hätten eben zufällig den Unfall gesehen, gaben sich die Retter äußerst bescheiden.

Sie fühlen sich nicht als Helden, sie hätten ziemlich Angst gehabt, gestand I., der ein wenig besser Deutsch spricht als sein älterer Kollege. Denn zu dem riesigen Feuerball kam noch, daß eine über die Bundesstraße führende Stromleitung durchgeschmort war und auf die Fahrbahn baumelte. Die beiden Männer gingen ein paar Schritte wieder zurück - aber nur, um sich ein Herz zu fassen und die Rettungsaktion dann blitzschnell durchzuziehen. Kaum hatten sie den eingeklemmten Lenker befreit, griffen die Flammen auch schon auf das Führerhaus über.

Linktipp: FOTOS


Oberoesterreichische Nachrichten, 22.05.97
Wieder Lkw bei B1-Baustelle verunglueckt

TRAUN. Nur zwei Wochen, nachdem ein Lastwagen bei der Baustelle auf der Bundesstrasse 1 in Traun explosionsartig in Flammen aufgegangen war, kam es in der Nacht auf gestern ganz in der Naehe wieder zu einem schweren Lkw-Unfall. Der 29jaehrige Schausteller Oswald Z. aus Linz war mit einem schweren Lkw samt Anhaenger von Neubau Richtung Trauner Kreuzung unterwegs gewesen. Vermutlich wegen des starken Regens sah er die Baustelle fuer die Umfahrung Traun zu spaet und trat voll auf die Bremse. Der Anhaenger geriet ins Schleudern und brach aus. Genau zu diesem Zeitpunkt kam der 36jaehrige Kraftfahrer Johannes F. aus Laimbach mit seinem Lastwagen entgegen.

Z. versuchte noch, nach rechts auszuweichen, schaffte es aber nicht mehr ganz. Sein Anhaenger rammte den entgegenkommenden Lkw. Dessen Lenker rettete sich in den hinteren Bereich des Fuehrerhauses und kam mit Verletzungen unbestimmten Grades davon. Z.s Lastwagen landete in einem Graben und kippte um. 15 Maenner der Feuerwehr Traun rueckten zur Bergung der schweren Brummer aus. Die Bundesstrasse musste etwa drei Stunden lang fuer den gesamten Verkehr gesperrt werden. (no.


Oberoesterreichische Nachrichten, 04.09.97
Lagerfeuer hinterm Haus: Garage brannte total aus

TRAUN. Ein Lagerfeuer, das vier Geschwister in der Nacht zum Mittwoch in Traun entzuendet hatten, vernichtete indirekt die Garage und das neue Auto des Vaters. Die vier Kinder im Alter zwischen neun und 13 Jahren hatten am Dienstag abend hinter ihrem Elternhaus im Trauner Werndlweg 3 die romantische Lagerfeuerstimmung genossen. Nachdem das Feuer
niedergebrannt war, trugen die Kinder die nicht verbrannten Holzscheite wieder in die Garage zurueck, von wo sie sie geholt hatten. Das erwies sich allerdings als fataler Fehler.

Als der 25jaehrige Herbert Hinterndorfer gegen 1.15 Uhr mit seinem Hund an dem Haus vorbeikam, stand die verschlossene Garage in Flammen. Der Mann weckte sofort die Familie. Weil sich das elektrische Garagentor aber nicht mehr oeffnen liess, musste die Feuerwehr das Eisentor erst mit einer Flex aufschneiden, bevor der Brand geloescht werden konnte. Fuer einen neuwertigen Renault Espace und mehrere Fahrraeder, die in der Garage abgestellt waren, kam die Rettung aber zu spaet. Offenbar hatte eines der Scheite, die die Kinder in die Garage zurueckgebracht hatten, noch geglost und dadurch den Brand verursacht.


Oberoesterreichische Nachrichten, 15.10.97
Wasserleiche aus See geangelt

TRAUN. Schock fuer einen Fischer gestern frueh in Traun: Gegen 8.30 Uhr entdeckte er im Wasser des Oedtersees die Leiche einer Frau. Sofort alarmierte Gendarmen identifizierten die Tote als die 60jaehrige Anna M. Ihre Tasche wurde auf einer Bank gefunden. Die alleinstehende Frau aus Traun hatte zuletzt in verschiedenen Gasthaeusern und Hotels gewohnt. Ob sie ins Wasser gefallen ist oder sich das Leben genommen hat, ist unklar. Eine Obduktion wurde angeordnet.


Oberoesterreichische Nachrichten, 03.11.97
Totengedenkkerze hatte arge Folgen
92jaehrige bei Wohnungsbrand getoetet

TRAUN. Eine Kerze, die eine Pensionistin in Traun in ihrer Kueche zum Gedenken an ihre verstorbenen Angehoerigen angezuendet hatte, brachte ihr den Tod. Ihre verkohlte Leiche wurde Samstag gefunden. Eine Allerheiligen-Gedenkkerze, zu nahe an brennbarem Mobiliar aufgestellt, hatte schon oefters verheerende Brandfolgen. Die Brandverhuetung und die Feuerwehren warnen immer wieder vor einem zu sorglosen Umgang mit Zuendquellen innerhalb der Wohnung. Eine solche Kerze loeste auch am Samstag in Traun einen
Wohnungsbrand aus, bei dem die 92jaehrige Pensionistin Mathilde R. getoetet wurde.

Die Frau hatte mittags zum Totengedenken eine Kerze auf einer Anrichte nahe dem Kuechenfenster aufgestellt. Sie befand sich offenbar zu knapp an der Wand, denn kurze Zeit spaeter fing ein Vorhang des Kuechenfensters Feuer. Die Flammen breiteten sich so rasch aus, dass die 92jaehrige nicht mehr fluechten konnte. Fatal wirkte sich dabei ihr koerperliches
Gebrechen aus. Die Frau war seit Jahren in schlechter koerperlicher Verfassung und benoetigte eine Gehhilfe. Mathilde R. verbrannte hilflos in ihrer Wohnung. Entdeckt wurde der Brand von der 28jaehrigen Enkelin der Frau. Diese bemerkte am Nachmittag, dass aus der Wohnung ihrer Grossmutter im ersten Stock Rauch drang. Sie verstaendigte sofort ihre Tante Ingrid
H. (54), die die Feuerwehr alarmierte.

Die rasch angerueckten Feuerwehrmaenner konnten den Brand unter Einsatz von schwerem Atemschutz rasch loeschen. In der Kueche machten sie einen grauenhaften Fund, als sie auf die verkohlte Leiche der Pensionistin stiessen. Durch das Feuer entstand ausserdem ein Sachschaden in der Hoehe von etwa 250.000 Schilling. Die Kueche war voellig ausgebrannt, und auch die danebenliegenden Raeume hatten durch das Feuer und den Russ Schaden.


Oberösterreichische Nachrichten, 08.06.98
Mieter brach im Rauchgas bewußtlos zusammen

PASCHING. Einem Trupp der Feuerwehr Pasching verdankt ein 42jähriger Mann sein Leben. Die Löscheinheit holte ihn am Wochenende aus seiner brennenden Wohnung. Die Rettungsaktion kam buchstäblich im letzten Moment. Denn der Kaufmann John S. hatte sich nicht mehr aus eigener Kraft in Sicherheit bringen können. Er war bewußtlos über ein Bügelbrett gesackt und hatte bereits schwere Brandverletzungen, als er von den Feuerwehrmännern aus der Wohnung geholt wurde. Ausgelöst dürfte das Malheur, wie die Erhebungen ergaben, von S. selbst geworden sein. Anscheinend war er Samstag vormittag mit einer brennenden Zigarette im Schlafzimmer eingenickt. Als S. durch Zufall wach wurde, war er durch Rauchgase und Verbrennungen schon so geschwächt, daß er sich nur noch bis ins Wohnzimmer seiner Mansardenwohnung schleppen konnte. Dort fiel er dann bewußtlos auf
ein Bügelbrett.

Beim Eintreffen der Feuerwehren Pasching, Leonding, Traun, Hart und Hörsching sowie eines Löschzuges der Linzer Berufsfeuerwehr war das Dach des Mehrparteienhauses bereits durchgebrannt. Durch die hohen Flammen und den dichten Qualm waren auch die anderen Bewohner gefährdet. Sie kamen jedoch alle mit dem Schrecken davon. Da die Linzer Berufsfeuerwehr vorsorglich eine Drehleiter mitgenommen hatte, war der Spuk rasch beendet. Während des Löschangriffs schlug sich ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Pasching
zu dem Bewußtlosen durch und brachte ihn in Sicherheit. John S. wurde in kritischem Zustand vom Notarztwagen ins Linzer Unfallkrankenhaus gebracht. Der Sachschaden beläuft sich auf rund eine Million Schilling. Der Großteil des Hauses blieb aber unbeschädigt. (ho.


Oberösterreichische Nachrichten, 13.07.98
Rote Ampel übersehen

Zu einer Panikhandlung ließ sich offenbar der 67jährige Pensionist Andreas L. aus Pasching verleiten, als an einer Kreuzung in Pasching der Motor seines Autos abstarb. Nachdem der Pensionist sein Fahrzeug wieder in Gang brachte, fuhr er weiter, während die Ampel an der Stifterstraße bereits Rotlicht zeigte. Der 57jährige Pensionist Karl K. aus Traun, der freie Fahrt
hatte, konnte das Lenkrad nicht mehr verreißen. Beide Autos wurdendurch den Aufprall an eine Leitschiene geschleudert und verkeilten sich ineinander.

Die Trauner Feuerwehr mußte mit Bergescheren die Eingeklemmten befreien. Die beiden Schwerverletzten wurden mit dem Notarztwagen und den Rettungshubschrauber in Linzer Spitäler gebracht. Ein 20jähriger Elektriker aus Landeck ist gestern auf der Autobahn München-Salzburg ums Leben gekommen. Der junge Mann war mit seinem Wagen ungebremst gegen eine Schutzplanke und eine dahinterliegende Betonmauer geprallt, die auf einer Breite von zwei Metern umgerissen wurde. Für den Tiroler kam jede Hilfe zu spät.


Oberösterreichische Nachrichten, 29.07.98
Feuer in Taxizentrale

TRAUN. Einem aufmerksamen Passanten ist zu verdanken, daß die Trauner Taxizentrale Haas in der Nacht auf gestern kein Raub der Flammen wurde. Auf dem Heimweg von einem Lokal bemerkte der Mann dichten Rauch in dem Gebäude, alarmierte sofort die Feuerwehr und hielt ein Taxi an. Die Löschmannschaften hatten den Brand rasch eingedämmt.


Oberösterreichische Nachrichten, 16.10.98

Eine etwa 300 Meter lange Ölspur auf der Leondinger Straße in St. Martin brachte gestern mittag einige Autofahrer ins Schleudern. Unfälle blieben zum Glück aus. Die Feuerwehr band das Öl. Der Verursacher ist noch unbekannt.


"Neue Kronen-Zeitung" vom 22.5.2000
Mädchen erst von der Feuerwehr befreit: Postkasten wurde für Sechsjährige zur Falle

Ein Postkasten in Traun (Oberösterreich) wurde für ein sechsjähriges Mädchen zur heimtückischen Falle: Das neugierige Kind wollte sich darin verstecken, schloss aber unabsichtlich die Tür und saß fest. Meryem konnte erst von der Feuerwehr befreit werden.

Die kleine Meryem Fari aus Wien besuchte - gemeinsam mit ihren Eltern und Bruder Emre (9) - eine Tante in Traun. Am Vorplatz des Wohnblocks befindet sich ein Waschbetonkasten, in dem die Post ihren Zustellern Säcke mit Briefen deponiert.

Die Tür war offen, das neugierige Mädchen hielt den Kasten für ein hervorragendes Versteck und ging hinein. Als Meryem dann von innen die Tür zuzog, schnappte diese ins Schloss, und das Kind war plötzlich im Dunkel gefangen. Zum Glück hatte ihr Bruder das Missgeschick bemerkt und holte sofort den Vater.

Doch auch Halil Fari, Schlosser von Beruf, konnte die Metalltür nicht öffnen. Die alarmierte Feuerwehr zwängte schließlich die Tür des Kastens auf und befreite das Kind. "Ich hatte Angst, dass Meryem in dem Kasten die Luft ausgeht", so der erleichterte Vater nach der Rettungsaktion zur "Krone".